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Erik(a) Schinegger – die Skisensation, die zur Pressesensation wurde. Als Erika wurde sie gefeiert, als neu entdeckter Erik verstoßen und des Betrugs bezichtigt.

Eine Geschichte aus dem Leben, über die Ungerechtigkeit der Natur und die Tabuthemen der Gesellschaft der 1960er- und 1970er-Jahre. Markus Freistätter spielt die Kärntnerin Erika Schinegger, deren Karriere als gefeierter Ski-Star nach einer Geschlechtskontrolle abrupt zu Ende ist. Schineggers Geschlechtsteile waren nach innen gewachsen, bei der Geburt wurde er irrtümlich als Mädchen identifiziert.

Der Mann, der Weltmeisterin wurde

1966 beklatscht ganz Österreich die frischgebackene Weltmeisterin Erika Schinegger in der Damenabfahrt. Nach der triumphalen Rückkehr in die Heimat wird Erika Schinegger von einem Empfang zum nächsten gereicht, obwohl: „Schön is sie net, aber schnell is sie halt!“ Nächste große Station: die olympischen Spiele in Grenoble 1968. Aufgrund organisierten Hormonmissbrauchs führte man dort erstmals vorab Tests zur Geschlechtsbestimmung durch. Und von einem Moment auf den anderen wird Erikas wunderbare Welt komplett auf den Kopf gestellt: Die Chromosomenauswertung ist eindeutig, E. Schinegger ist männlich. Das System, das Erika erst ins Rampenlicht gezerrt hat, zeigt schnell, aus welchem Holz es wirklich geschnitzt ist.

Österreichisch-deutsche Koproduktion

Packend in Szene gesetzt wurde die Geschichte Erik(a) Schineggers von Reinhold Bilgeri nach dem Drehbuch von Dirk Kämper. In der Produktion von Lotus Film und Zeitsprung Pictures mit ORF und SWR spielen neben Markus Freistätter Cornelius Obonya, Marianne Sägebrecht, Ulrike Beimpold und Harald Schrott.

Sendung

Einer wie Erika
voraussichtlich Winter 2020, 20:15 Uhr, im Ersten

Bildergalerie: Einer wie Erika

Markus Freistätter (Erika), Franz Weichenberger (Bürgermeister) (Foto: SWR)
Markus Freistätter (Erik/a), Franz Weichenberger (Bürgermeister). © SWR/ORF/Lotus Film/Zeitsprung Pictures/Felipe Kolm Bild in Detailansicht öffnen
Schon als kleines Mädel ist Erika (Lina-Sophie Koch) von Geschwindigkeit fasziniert und will lieber selbst Seifenkistenrennen fahren als anderen zuzujubeln. © SWR/ORF/Lotus Film/Zeitsprung Pictures/Felipe Kolm ORF/Lotus Film/Zeitsprung Pictures/Felipe Kolm Bild in Detailansicht öffnen
Eine Hormonuntersuchung hat gezeigt, dass Erika Schinegger die Anlage zum Mann in sich trägt. Da die Honoratioren Dr. Losbach (Helmut Bohatsch, links), Dr. Fischer (Cornelius Obonya) und Dr. Ramsauer (Johannes Seilern, rechts) vom Skiverband Angst vor einer Blamage haben, setzen sie Erika (Markus Freistätter, von hinten) massiv unter Druck, sich vollends zur Frau operieren zu lassen. © SWR/ORF/Lotus Film/Zeitsprung Pictures/Ioan Gavriel ORF/Lotus Film/Zeitsprung Pictures/Ioan Gavriel Bild in Detailansicht öffnen
Erika (Markus Freistätter) soll unterschreiben, dass sie auf das Fahren von Skirennen verzichtet und auch in Zukunft als Frau leben wird. © SWR/ORF/Lotus Film/Zeitsprung Pictures/Ioan Gavriel ORF/Lotus Film/Zeitsprung Pictures/Ioan Gavriel Bild in Detailansicht öffnen

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