Das SWR Funkhaus Mainz. © SWRJürgen Pollak (Foto: SWR, Jürgen Pollak)

SWR Pressegespräch Mainz SWR ist glaubwürdige, vertrauensvolle Quelle für alle Zielgruppen

Intendant Peter Boudgoust stellt programmliche Höhepunkte und Neuheiten des SWR vor

Mainz. Investigative Recherche, Dokumentationen für Das Erste, ein Multimedia-Projekt zur Lärm-Messung, ein Schwerpunkt über die Deutsche Bahn, Formate für Kinder und Jugendliche wie „Der Krieg und ich“, „Wir! Freundschaft grenzenlos“, der funk-Wissenschafts-Kanal „maiLab“ und nicht zuletzt die neuen "Tatort"-Produktionen waren Themen des SWR Pressegesprächs in Mainz. Hier gab der Sender einen Ausblick auf seine Vorhaben in der zweiten Jahreshälfte 2019. Intendant Peter Boudgoust stellte sie gemeinsam mit Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz Simone Schelberg und Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim (funk) am heutigen 6. Juni vor.

Intendant Peter Boudgoust: „Für den SWR ist es eine wichtige Bestätigung, dass die Menschen unsere Programme nutzen, weil sie wissen, dass wir journalistisch glaubwürdig arbeiten und unabhängig recherchieren. Gleichzeitig ist es unser Anspruch, hochwertige und immer wieder innovative Formate für Internet, Radio und Fernsehen zu produzieren. Gegenwart und Zukunft von Mediennutzung liegt längst schon in Plattformen wie der ARD Mediathek. Deshalb wollen wir für jede Altersgruppe ein Programm bieten, das die Interessen aller widerspiegelt und dabei niemals beliebig wird.“

Investigative Recherche

Information und Recherche gehören zu den wichtigsten Aufträgen des Südwestrundfunks (SWR). Die multimediale Chefredaktion plant Inhalte für alle Ausspielwege – Fernsehen, Radio, Internet und soziale Netzwerke. Auf ihre Arbeit und die der in Mainz angesiedelten Recherche-Unit ging Intendant Boudgoust ausführlich ein und stellte in diesem Zusammenhang die Dokumentation „Die Notregierung“ des preisgekrönten Autors Stephan Lamby über die Große Koalition vor. Diese bringt der SWR ins Erste ein, ebenso wie den Dokumentarfilm „Spielen Sie Gott, Mr. Feinberg?“, in dem es um einen US-amerikanischen Entschädigungsspezia­listen geht.

Multimedia-Projekte, Datenjournalismus, ARD Mediathek, Relaunch der SWR Aktuell-App

Mit dem „Bahn-Report“ und „Hier ist es zu laut!“ startet der Sender zwei Multimedia-Projekte, die Nachhaltigkeit und Umweltschutz zum Inhalt haben: Der dreitägige Schwerpunkt zur Bahn beschäftigt sich in Radio, Fernsehen und im Netz mit einem der wichtigsten Verkehrsmittel Deutschlands. Die Mediennutzer sind aufgerufen, mitzumachen – das Gleiche gilt bei der großflächig angelegten Lärm-Messaktion „Hier ist es zu laut“. Sie ist ein datenjournalistisches Projekt verschiedener SWR Programme und verknüpft gesellschaftlich relevante Themen mit Methoden statistischer Analyse. Die Ergebnisse werden im Herbst vorgestellt. Bei der SWR Aktuell App stellte Peter Boudgoust eine neue Version vor, die den Nutzerinnen und Nutzern gezielt Nachrichten aus ihrer Region ausspielt. Die ARD Mediathek, an deren Entwicklung der SWR maßgeblich beteiligt war, bietet jetzt auf einer gemeinsamen Plattform eine Auswahl von Sendungen aller ARD-Sendern – natürlich auch des SWR.

Tatort“

Ermittlerin Lena Odenthal alias Ulrike Folkerts feiert ihr 30. Dienstjubiläum, und zwar mit einem „Tatort“, der nicht zufällig in Rheinland-Pfalz spielt. Ihr „Aufreger-Tatort“ „Tod im Häcksler“ erfährt mit „Die Pfalz von oben“ nach fast drei Jahrzehnten einen spannenden Weiterdreh: Auch hier ist Ben Becker, Hauptdarsteller von 1991, wieder mit von der Partie als Ortspolizist Stefan Tries. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Stefan Dähnert – genau wie damals, Ausstrahlung voraussichtlich im Herbst 2019 im Ersten. „Der ‚Tatort‘ ist Heimat und Verbundenheit an jedem Sonntagabend und erzählt spannende regionale Geschichten – mit allen fiktionalen Mitteln“, sagte der Intendant in Anspielung auf die große Aufregung rund um den frühen Odenthal-„Tatort“.

Hirnforschung ist das Thema im „Tatort: Maleficius“ mit Ulrike Folkerts: Ein ehrgeiziger Neurologe wird zum Gegenspieler der Kommissarinnen und verwickelt sie – und die Zuschauer*innen – in einen wahren Psychothriller. Eingeplant für Spätsommer 2019, erlebt „Maleficius“ beim SWR Sommerfestival in Mainz seine Open-air-Premiere, wie Landessenderdirektorin Dr. Simone Schelberg berichtete. Als „Hausherrin“ gab sie einen Vorausblick auf die beliebte Veranstaltung rund um „ihr“ Funkhaus (16.-18. August).

Geschichte und Wissenschaft

22.000 Bunker auf über 600 Kilometern Länge entlang des Oberrheins und durch die Wälder von Pfalz und Eifel: Der Westwall war in der Zeit des Nationalsozialismus eine waffenstarrende Grenze, an deren Bau rund eine halbe Million Menschen mitarbeiten musste. Zeitzeugen berichten, wie sie den Westwall erlebten, der heute durch Renaturierung zunehmend zum grünen Band wird. „Der Westwall – Geschichte einer Grenze“ mit bisher nicht gesendetem Originalmaterial zeigt das SWR Fernsehen am 21. Juli ab 20:15 Uhr. Wie Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebten, versucht die Dramaserie „Der Krieg und ich“ nachzuempfinden: In acht Episoden ab 31. August 2019 im KiKa und im November im Ersten unternimmt diese internationale Koproduktion eine Zeitreise aus europäischer Sicht. Sie richtet sich an Kinder ab acht Jahren. Aus der Geschichte lernen, um die Gegenwart zu meistern – eine gute Verknüpfung zur neuen Multimedia-Serie „Wir! Freundschaft: grenzenlos“. Sie zeigt eine Welt für alle: Ob Beatboxen, Poetry Slam oder orientalischer Tanz – Hobbys schweißen Kinder mit und ohne Migrationshintergrund zusammen, im schönsten Fall werden sie Freundinnen und Freunde. Darüber berichtet das Dokutainment-Format ab September 2019 im Youtube-Kanal des SWR Kindernetzes. Sie ist eine wissenschaftliche Senkrechtstarterin mit hohen Zielen: Junge Leute für Wissenschaft begeistern will die Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim mit ihrem funk-Kanal „maiLab“ (neue Videos immer donnerstags auf Youtube und funk.net). In ihrem Format für das Content-Netzwerk von ARD und ZDF räumt sie mit Vorurteilen auf und sorgt für Erkenntnisgewinn. Ihre Videos werden regelmäßig hunderttausendfach geklickt.

Heimat

Jeder Mensch hat seine Geschichte. Die Webvideo-Redaktionen von „SWR Heimat“ erzählen diese Geschichten von Menschen im Südwesten auf SWR.de/heimat und Instagram in nahbaren, persönlichen Porträts. Das geschieht im engen Austausch mit SWR Fernsehen und -Hörfunk. Ob Straßenmusiker oder Leukämie-Kranke, Hundebesitzerin oder Lebenscoach: Clips von rund einer Minute Länge erlauben Einblicke ins Leben unserer Mitmenschen und damit in unsere Heimat.

Das SWR Funkhaus Mainz. © SWRJürgen Pollak (Foto: SWR, Jürgen Pollak)
Das SWR Funkhaus Mainz. © SWR/Jürgen Pollak Jürgen Pollak

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