Joseph Beuys bei einem Vortrag am Minneapolis College of Art and Design, Minneapolis, USA, 1974. © SWRZero one filmStift. Museum Schloss MoylandLambertiPuls (Foto: SWR, Zero one film/Stift. Museum Schloss Moyland/Lamberti/Puls)

Künstler und Visionär Preisgekrönter Dokumentarfilm „Beuys“ jetzt im Ersten

„Beuys“ (SWR/WDR/Arte) von Andres Veiel am Mittwoch, 17. April 2019, 22:45 Uhr im Ersten

Der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Beuys“ von Filmemacher Andres Veiel kommt ins Fernsehen: Das Erste zeigt die Koproduktion von SWR/WDR/Arte unter der Federführung des SWR (Produktion: zero one film, Thomas Kufus) am 17. April um 22:45 Uhr. Der Dokumentarfilm ist das Ergebnis einer akribisch recherchierten und montierten Collage unzähliger, bis dato unerschlossener Bild- und Tondokumente. So zeigt „Beuys“ einen vielschichtigen Menschen, Künstler und späteren Grünen-Politiker, der seiner Zeit voraus war und deshalb heute umso aktueller erscheint.

Joseph Beuys: politischer Visionär, aktueller Künstler

Der Künstler mit dem Hut, der sein eigenes Leben mithilfe von Fett und Filz erfolgreich mythologisierte, wurde für Filmemacher Andres Veiel nach der Finanzkrise 2008 wegen einer anderen Fähigkeit, seiner visionären Kraft, wieder aktuell. Denn Beuys hatte schon lange vorher die These vertreten, dass „Geld keine Ware sein darf“. Beuys war davon überzeugt, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde.

Ein erweiterter Kunstbegriff – für das Leben

Mit den Mitteln der Kunst wollte er „die Ökonomie neu erfinden“ und erklärte umgekehrt seine politischen Aktionen zu einem Teil seiner Kunst. Für diese Annäherung von Kunst und Leben boxte er, parlierte, dozierte, telefonierte, ließ zur documenta in Kassel tausende Eichen pflanzen. Er erklärte dem toten Hasen die Kunst, sperrte sich in den USA mit einem Koyoten in einen Käfig. Wollen wir eine Revolution ohne Lachen machen? fragte er grinsend. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten ins Zentrum auch heute noch relevanter, gesellschaftlicher Debatten. Keiner konnte ahnen, dass der Film in einer Zeit fertiggestellt werden würde, in der sich immer mehr Menschen nach einer Vergangenheit sehnen, die es nie gegeben hat.

Filmpreise 2018

2018 wurde „Beuys“ gleich zweifach mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichnet: Der Dokumentarfilm gewann in den Kategorien „Bester Dokumentarfilm“ und „Bester Schnitt“ und war nominiert in der Kategorie „Beste Filmmusik“. Daneben gewann er den Bayerischen Filmpreis in der Kategorie „Beste Montage“.

Sendung

Beuys
17. April 2019 um 22:45 Uhr im Ersten

Ab dem 17. April 2019 ist der Film für sieben Tage in der ARDMediathek zu sehen.

Bildergalerie: Beuys von Andres Veiel

Joseph Beuys. © SWRZero one filmStift. Museum Schloss MoylandLambertiPuls (Foto: SWR, Zero one film/Stift. Museum Schloss Moyland/Lamberti/Puls)
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Joseph Beuys bei einem Vortrag am Minneapolis College of Art and Design, Minneapolis, USA, 1974. © SWR/Zero one film/Stift. Museum Schloss Moyland/Lamberti/Puls Zero one film/Stift. Museum Schloss Moyland/Lamberti/Puls Bild in Detailansicht öffnen
Joseph Beuys und die sogenannten Besetzer warten im Sekretariat auf Vertreter des Wissenschaftsministeriums, Staatliche Kunstakademie Düsseldorf, 10.10.1972. © SWR/Zero one film/Stift. Museum Schloss Moyland/Lamberti/Puls Zero one film/Stift. Museum Schloss Moyland/Lamberti/Puls Bild in Detailansicht öffnen

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