„Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ von Talal Derki. Osama alleine im Ausbildungscamp der Al-Nusra Brigaden. © SWRBASIS Berlin Filmproduktion (Foto: SWR, BASIS Berlin Filmproduktion)

Oscar-Nominierung SWR Koproduktion für den Oscar nominiert

„Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ von Talal Derki in der Kategorie „Documentary Feature“ nominiert

Der vom SWR koproduzierte Dokumentarfilm „Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats" ist für einen Academy Award („Oscar“) in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominiert. Aus 166 Dokumentarfilmen wurden fünf Filme ausgewählt. Die Oscar-Trophäen werden am 24. Februar in Los Angeles verliehen. Der nominierte Film wurde beim SWR Doku Festival 2018 bereits mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet.

Dauer

SWR Intendant Peter Boudgoust

„Der SWR ist seit jeher dem Dokumentarfilm verpflichtet. Die Nominierung in dieser Königsdisziplin zeigt, was unser freier Rundfunk tagtäglich leistet: herausragenden Journalismus, wahrhaftige Information, hautnah erzählt“, kommentiert SWR Intendant Peter Boudgoust.

Einzigartiger Einblick

Für den 99-minütigen Film kehrte Filmemacher Talal Derki in seine Heimat Syrien zurück. Dort gewann er das Vertrauen einer radikal-islamistischen Familie und begleitete ihren Alltag über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren. Dabei konzentrierte sich seine Kamera hauptsächlich auf die Kinder. Der Film liefert einen einzigartigen Einblick in eine Kindheit, die von der systematischen Heranführung an radikal-islamistisches Gedankengut geprägt ist. Talal Derki über seinen Film: „,Of Fathers and Sons – Kinder des Kalifats‘ gewährt einen seltenen Blick in eine Welt, die sehr weit von unserer entfernt ist. Ich hoffe, dass der Film mehr Verständnis für mein Land weckt und zum Frieden in der Zukunft beiträgt.“

Radikalisierung beginnt in der Familie

Was geschieht in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen, die traumatisiert sind von einem jahrelangen, blutigen und zerstörerischen Krieg, ohne Hoffnung auf ein Ende und eine friedliche Zukunft? Was geschieht mit ihnen, wenn Eltern, Verwandte und andere Bezugspersonen Hass und Rache predigen und vom Wunsch nach Vergeltung beseelt sind? Seit radikale Islamisten weite Teile des Landes beherrschen, haben sie damit begonnen, Jugendliche im Namen der Religion zu mobilisieren. Ziel ist die Schaffung eines Kalifats auf den Schultern der kommenden Generation.

Vielfach preisgekrönt

„Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ ist auf über 100 Filmfestivals weltweit gelaufen und wurde mit mehr als 30 Auszeichnungen geehrt, darunter beim Sundance Festival 2018 und im Rahmen des SWR Doku Festivals von einer unabhängigen Jury mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis. Außerdem ist der Film in der Vorauswahl zum Deutschen Filmpreis 2019.

Produktion

„Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ ist eine deutsch-syrisch-libanesisch-katarische Produktion von Basis Berlin Filmproduktion, in Koproduktion mit Ventana Film, Cinema Group Production, SWR und RBB, in Zusammenarbeit mit Arte und Impact Partners. Gefördert wurde der Film vom Sundance Institute Documentary Film Program, IDFA Bertha Fund, The Arab Fund for Arts and Culture, Screen Institute Beirut, Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB), Deutscher Filmförderfonds (DFFF), Doha Film Institute, The Netherlands Consulate General (Special Advisor for Syria). Redaktion beim SWR hatte Gudrun Hanke-El Ghomri.

„Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ von Talal Derki. Osama alleine im Ausbildungscamp der Al-Nusra Brigaden

„Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ von Talal Derki. Osama alleine im Ausbildungscamp der Al-Nusra Brigaden. © SWRBASIS Berlin Filmproduktion (Foto: SWR, BASIS Berlin Filmproduktion)
„Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ von Talal Derki. Osama alleine im Ausbildungscamp der Al-Nusra Brigaden. © SWR/BASIS Berlin Filmproduktion BASIS Berlin Filmproduktion Bild in Detailansicht öffnen
al-Nusra-Rebellenführer Abu Osama im Kreis seiner Söhne © SWR/BASISBERLIN Filmproduktion BASISBERLIN Filmproduktion Bild in Detailansicht öffnen
al-Nusra-Rebellenführer Abu Osama – liebender Vater und radikaler Islamist © SWR/BASISBERLIN Filmproduktion BASISBERLIN Filmproduktion Bild in Detailansicht öffnen
Ayman und Osama nehmen voneinander Abschied © SWR/BASISBERLIN Filmproduktion BASISBERLIN Filmproduktion Bild in Detailansicht öffnen
Junge Rekruten für den „Heiligen Krieg“ © SWR/BASISBERLIN Filmproduktion BASISBERLIN Filmproduktion Bild in Detailansicht öffnen
Militärische Ausbildung statt Lernen in der Schule – Alltag für Osama © SWR/BASISBERLIN Filmproduktion BASISBERLIN Filmproduktion Bild in Detailansicht öffnen
“Freizeit“ im Militärcamp © SWR/BASISBERLIN Filmproduktion BASISBERLIN Filmproduktion Bild in Detailansicht öffnen
Drill im Militärcamp © SWR/BASISBERLIN Filmproduktion BASISBERLIN Filmproduktion Bild in Detailansicht öffnen
Talal Derki bei der Verleihung des €žDeutschen Dokumentarfilmpreises 2018 © SWR/Markus Palmer Markus Palmer Bild in Detailansicht öffnen
Regisseur Talal Derki © SWR/BASISBERLIN Filmproduktion BASISBERLIN Filmproduktion Bild in Detailansicht öffnen

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