Nachtcafé-Moderator Michael Steinbrecher © SWRTom Oettle (Foto: SWR, SWR/Tom Oettle)

Talk „Nachtcafé: Wiedersehen macht Freude“

Michael Steinbrecher spricht u. a. mit Norman Wolf, der seinen Vater durch einen Internetaufruf wiederfand / Freitag, 13. September 2019, 22 Uhr, SWR Fernsehen

Unerwartete Begegnungen mit früheren Schulfreunden können große Freude bereiten – ebenso wie Treffen mit Familienmitgliedern, die weit entfernt wohnen. Besonders schön können unverhoffte Wiedersehen sein, wenn Liebe im Spiel ist. Beispielsweise wenn sich nach vielen Jahren das magische Kribbeln zur einstigen Jugendliebe wieder einstellt und ein Paar beschließt, seiner Liebe eine zweite Chance zu geben. Tragisch ist es hingegen, wenn zum Beispiel Geschwister bereits im Kindesalter schicksalhaft getrennt wurden. Und manchmal lässt das erhoffte „Happy End“ auch auf sich warten: Manche Menschen suchen ihr Leben lang und gehen jedem Hinweis nach, um endlich die Person wiederzufinden, die sie schmerzlich vermissen. Wie geht man mit Sehnsucht und Hoffnung um? Wie gelingt es, aus einem Wiedersehen einen gemeinsamen Neuanfang zu machen? Darüber spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen im „Nachtcafé: Wiedersehen macht Freude“ am Freitag, 13. September, 22 Uhr, im SWR Fernsehen.

Die Gäste im „Nachtcafé“:

Norman Wolf fand seinen Vater durch einen Internetaufruf wieder

Als Norman Wolf elf Jahre alt war, verlor sein Vater seinen Job – und den Boden unter den Füßen. Das Familienleben zerbrach an Alkoholproblemen. Jahrelang gab es für den jungen Mann kein Lebenszeichen von seinem Vater. „Irgendwann habe ich für mich gedacht: Ich glaube nicht, dass er noch lebt.“ Doch vor zwei Jahren erfuhr Norman Wolf, dass sein Vater als Obdachloser in Hamburg lebt und begann, mit einem großen Internetaufruf nach ihm zu suchen.

Folker Schehlmann suchte 52 Jahre lang seinen verschwundenen Bruder

Mehr als ein halbes Jahrhundert dauerte es, bis Folker Schehlmann 2018 endlich ein Lebenszeichen von seinem Bruder Dieter erhielt: „Das Gefühl, zum ersten Mal wieder mit ihm zu sprechen, war unbeschreiblich. Ich war wie in Trance.“ 1967 war Dieter in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verschwunden und hinterließ bei Familie und Freunden keine Spur. Sämtliche Versuche, etwas über seinen Verbleib zu erfahren, schlugen fehl. Doch Schehlmann hatte die Hoffnung auf ein Wiedersehen nie aufgegeben.

Anita Gaertner wünscht sich ein Wiedersehen mit ihrem Sohn

„Warum?“ – Eine Antwort auf diese Frage ist es, die Anita Gaertner sich sehnlichst von ihrem ältesten Sohn wünscht. Denn seit fast drei Jahren hat sie keinen Kontakt mehr zu ihm. „Mein Sohn hat mich ausgeschaltet wie eine Lampe“; so beschreibt sie das Gefühl, das der Kontaktabbruch in ihr hinterlassen hat. Vor allem die Ungewissheit ist für die Rentnerin schwer zu ertragen. Und die Angst, dass es vielleicht nie mehr zu einem Wiedersehen kommen könnte.

Anna-Maria Morchner gab ihrer Jugendliebe nach mehr als 40 Jahren eine zweite Chance

Bereits mit Anfang 20 war Anna-Maria Morchner mit ihrem Martin liiert. Doch nach drei glücklichen Jahren beendete ihr Freiheitsdrang das junge Glück. Ohne Erklärung verließ sie ihre große Liebe. Vergessen konnte sie ihn aber nie. Nach vierzig Jahren konnte sie sich endlich dazu entschließen, Martin anzurufen, um sich zu entschuldigen. Aus diesem Telefonat entwickelte sich eine zweite Chance für die Liebe, die sich für die Freiburgerin sofort vertraut anfühlte: „Mein Gefühl war: Ich bin wieder zuhause.“

Chris Fritsche und Ronny Stein stellten durch einen Zufall fest, dass sie Brüder sind

Völlig unverhofft kam es zum Wiedersehen zwischen Chris Fritsche und Ronny Stein. Zwei Jahre lebten die beiden als Nachbarn im selben Haus und fanden sich gleich sympathisch. Doch dann fanden sie durch einen Zufall das Unvorstellbare heraus: Sie sind Brüder. „Wir haben viele Tage und Wochen gebraucht, um überhaupt zu verstehen, was für ein Glück wir am Ende hatten“, sagen die beiden Männer, die seitdem eine intensive Geschwisterbeziehung führen.

Angelika Kallwass ist als Psychotherapeutin tätig

Die Psychotherapeutin Angelika Kallwass weiß: „Ob man sich bei einem Wiedersehen freut, hängt davon ab, wie die gemeinsame Vergangenheit war.“ Ein Wiedersehen könne auch enttäuschen, wenn der Mensch von heute nicht mehr derjenige ist, der er einmal war. Teilt man positive Erinnerungen, so löst das große Freude aus. Manchmal, so Kallwass, gelingt es dann, aus einem Wiedersehen einen gemeinsamen Neuanfang zu machen.

„Nachtcafé“ – anspruchsvoller Talk auf Augenhöhe

Das „Nachtcafé“ ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Talkshows im deutschen Fernsehen.

Jeden Freitagabend begrüßt Moderator Michael Steinbrecher Menschen mit besonderen Lebensgeschichten, darunter auch Prominente und Experten, um sich gemeinsam mit ihnen mit einem Thema auseinanderzusetzen.

„Nachtcafé: Wiedersehen macht Freude“ am Freitag, 13. September 2019, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Bildergalerie: „Nachtcafé“

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