Der Nordschwarzwald. © SWR (Foto: SWR)

Naturdoku Alles außer mittelmäßig: „Unsere Tausender im Südwesten“

Das Schwarzwälder Mittelgebirge im Porträt am 1. September im SWR Fernsehen

Wie viele Gipfel über der 1.000-Höhenmeter-Marke gibt es im Schwarzwald? Fünf? Zehn? 20? 102! Jeder dieser Tausender hat seinen eigenen Reiz, seine Mythen, Sagen und Bedeutung – als strategisches Gelände, herausragendes Natur- und Erholungsgebiet sowie als außergewöhnlicher Lebensraum. Rund 20 der interessantesten Gipfelgeschichten stellt Harold Woetzel in der SWR Dokumentation „Unsere Tausender im Südwesten“ am 1. September um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen vor.

Spitze in vielerlei Hinsicht: Der Schwarzwald und seine Tausender

Obwohl der Schwarzwald ein Mittelgebirge ist, unterscheiden sich seine Gipfel oft nur wenig von den höheren Pendants im Hochgebirge. Es gibt anspruchsvolle Klettergebiete und atemberaubende Schluchten. Alpenenzian und Gams fühlen sich wohl und auch die Schwarzwaldmythen und -sagen sind kaum weniger exotisch als die der Alpen. Zeitgeschichtlich waren viele dieser Berge und Täler strategisch bedeutsames Gebiet, z. B. in den Bauernkriegen, während der Badischen Revolution und in den beiden Weltkriegen.

Gipfelgeschichten von Vergangenheit bis Gegenwart

Zu jedem der porträtierten Tausender wird eine Berg-Story erzählt, die den Gipfel von den anderen abhebt: Sie haben - wie der Feldberg mit seiner Enzianplage - eine ungewöhnliche Flora. Sie spielten - wie die Hornisgrinde mit ihren Westwallbunkern oder der Kniebis mit seinem "Führerhauptquartier Tannenberg" - eine wichtige Rolle in der Militärgeschichte. Sie waren in vorgeschichtlicher Zeit - wie der Belchen - Teil eines gigantischen Steinzeitkalenders. Sie waren - wie die Weißtannenhöhe oder der Schauinsland - Schauplatz brutaler Verbrechen bzw. tragischer Unglücke oder - wie der Kandelfelsen - Ort von Mythen und Hexenglauben.

Sendung

Landesdoku „Unsere Tausender im Südwesten“, 1. September 2019, 20:15 Uhr, SWR Fernsehen

Bildergalerie: Unsere Tausender im Südwesten

Als der Orientforscher Prof. Julius Euting 1913 starb, standen zwei ungewöhnliche Wünsche in seinem Testament: Der Schwarzwaldfan wollte auf dem Seekopf (1054 m) begraben sein und jedes Jahr an seinem Geburtstag sollte vorbeikommenden Wanderern eine Tasse echten arabischen Mokkas gereicht werden. © SWR (Foto: SWR)
Als der Orientforscher Prof. Julius Euting 1913 starb, standen zwei ungewöhnliche Wünsche in seinem Testament: Der Schwarzwaldfan wollte auf dem Seekopf (1054 m) begraben sein und jedes Jahr an seinem Geburtstag sollte vorbeikommenden Wanderern eine Tasse echten arabischen Mokkas gereicht werden. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Hobbyhistoriker Friedrich Wein am Schwarzwälder „Führerhauptquartier“: Nur noch wenige Reste sind geblieben vom „Führerhauptquartier Tannenberg“, das auf ca. 1000 m auf dem Kniebis liegt. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Stadtführer Thomas Kern am „Blocksberg“ des Schwarzwalds: Als ausgerechnet in der Walpurgisnacht ein Bergsturz die „Teufelskanzel“ am Kandel (1241 m) absprengte, war für viele die Ursache klar: Der markante Schwarzwaldfelsen war schließlich schon immer Treffpunkt von Hexen gewesen. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Als der Orientforscher Prof. Julius Euting 1913 starb, standen zwei ungewöhnliche Wünsche in seinem Testament: Der Schwarzwaldfan wollte auf dem Seekopf (1054 m) begraben sein und jedes Jahr an seinem Geburtstag sollte vorbeikommenden Wanderern eine Tasse echten arabischen Mokkas gereicht werden. © SWR Bild in Detailansicht öffnen

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