Abendstimmung an der Loire. © SWR (Foto: SWR)

Landschaftsdoku „Die Loire – Menschen am Fluss“

90-minütige Doku am Sonntag, 3. Februar 2019 um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen

Prachtvolle Schlösser, wilde Natur, mäandernde Sandbänke und idyllische Flussinseln. Auf über 1.000 Kilometern entfaltet die Loire Natur- und Kulturlandschaften, die ihresgleichen suchen. Die Menschen sind stolz auf den königlichen Fluss. Steht er doch für Freiheit und Individualität, für nationale Identität und ökologisches Bewusstsein. Die 90-minütige Dokumentation von Ute Hoffarth erzählt Loire-Geschichten und -Geschichte, von der Quelle bis zur Mündung. Zu sehen am Sonntag, 3. Februar 2019, um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen.

Kraftvolle Fluten

Weiblich sei die Loire, da sind sich die Flussbewohner einig. Ihr träges Fließen ist trügerisch, ihre Kraft selbst bei Niedrigwasser nicht zu unterschätzen. Sébastien Perrier, Taucher bei der Feuerwehr in Roanne, kennt die Tücken des Flusses nur zu gut. Wenn Gefahr in Verzug ist, muss er sich in die Fluten stürzen, um Menschenleben zu retten. Auch Véronique Popinet geht es in ihrem Fotoprojekt um den Fluss. Mit ihrer Kamera dokumentiert sie die Beziehungen der Flussbewohner zur Loire und wie der Bau eines Staudamms eine ganze Generation traumatisiert hat. Dennoch ist die Loire der erste Fluss, an dem nicht nur Staudämme verhindert, sondern bereits vorhandene zurückgebaut wurden. Doch für Simon Burner, Vorsitzender des Netzwerkes „SOS Loire Vivante“, ist der Fluss damit langfristig noch nicht gerettet. Er sieht sich als Hüter eines fragilen Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur, das täglich neu ausbalanciert werden muss. 

Der letzte „Wildfluss“ Europas

Mit seinen Sandbänken und Inseln bietet der letzte „Wildfluss“ Europas zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Cyril Maurer hat vor allem die 160 Vogelarten im Blick, die die Loire bevölkern. Star des sensiblen Ökosystems ist für ihn der Fischadler, der sich in den 1980er Jahren wieder angesiedelt hat und mehr denn je ein Indikator für Wasserqualität ist. Um Biodiversität geht es auch einem Spross aus einem alten Adelsgeschlecht – und um nicht weniger als die Zukunft des Planeten. Louis Albert de Broglie kaufte ein Loire-Schloss und fing an, Tomaten zu züchten. 630 verschiedene Sorten sind dort inzwischen zu bestaunen. Für den Prinzen ist der Samen eine Software und die Tomate ein Laboratorium für zukünftige Ressourcen.

Traditionen leben

Der Film gibt Einblicke in das Leben von Seeleuten, zu einer Zeit, als die Loire noch die wichtigste Handelsroute des Landes war. Er versetzt das Publikum ins 15. und 16. Jahrhundert, als die Hetzjagd zu den größten Vergnügungen des Adels gehörte. Und er stellt eine Rittmeisterin des „Cadre Noir“, der berühmtesten französischen Reitschule vor. Frauen sind im reiterlichen Elitekorps mit Militärvergangenheit noch immer eine Seltenheit. Laurence Sautet hat es nach ganz oben geschafft und fühlt sich ihrer Uniform verpflichtet. Sie ist eine von drei Frauen, die die edelsten Pferde des Landes trainieren und für den Fortbestand der französischen Reitkunst sorgen.

Sendereihe „Geschichte und Entdeckungen“

Die Reihe „Geschichte und Entdeckungen“ bietet dem Publikum am Sonntagabend um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen aufwändig produzierte Dokus zu unterschiedlichsten Wissensgebieten aus dem deutschen Südwesten. Darunter Alltags-, Technik- oder Kulturgeschichte, aber auch Themen wie Archäologie, Geografie, Reise, Tiere und Natur.

Sendung

Die 90-minütige Doku „Die Loire – Menschen am Fluss“ wird am 3. Februar 2018 um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen gezeigt.

Bildergalerie: Abendstimmung an der Loire

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