Nach dem Tod des Vaters bzw. Schwiegervaters sind Linda (Leslie Malton), Franziska (Brigitte Zeh), Uli (Michael Rotschopf), Jakob (Dominic Raacke), Joschi (Joachim Król) und Fred (Herbert Knaup) in dessen Haus eingetroffen, weil sie hoffen, die Testamentsfrage zu ihren Gunsten zu lösen. © SWRChristiane Pausch (Foto: SWR, Christiane Pausch)

Fernsehfilm „Die Auferstehung“ am 5.6., 20:15 Uhr im Ersten

Leslie Malton, Joachim Król, Dominic Raacke, Michael Rotschopf, Herbert Knaup und Brigitte Zeh in einer spitzzüngigen Kammerspiel-Komödie

Vier Geschwister samt Anhang versammeln sich am Totenbett des Vaters, getrieben von der Befürchtung, dass ihr Erbe an die ungarische Pflegekraft fallen könnte. Auf der Suche nach dem Testament bricht nur notdürftig verschüttete Konkurrenz wieder auf, in der Reibung mit den anderen zerbröseln die Lebensentwürfe der Post-68er, die sich immer in Abgrenzung vom Vater definiert haben – aber in ganz unterschiedliche Richtungen. Das Drehbuch zu dem vergnüglichen Ensemblefilm schrieb Karl Heinz Käfer nach dem Roman von Karl-Heinz Ott, inszeniert wurde der familiäre Clinch von Niki Stein.

Dauer

Angst ums Erbe

Papa ist tot. Seit Jahren wollte er mit seinen Kindern nichts mehr zu tun haben, weil sie mit seiner Lebensführung nicht einverstanden waren. Jetzt alarmiert Tochter Linda die drei Brüder Joschi, Jakob und Uli, und alle versammeln sich samt Ehepartnern Fred und Franziska am Totenbett, das in diesem Fall ein neues rotes Sofa mitten im Wohnzimmer des Elternhauses ist. Der Vater, früher Chefarzt, seit Jahren verwitwet und zuletzt an Parkinson leidend, hatte eine überbordende Altersvirilität entwickelt, in der seine Pflegerin eine nicht geringe Rolle spielte. „Die ungarische Hure“ wird die Frau in Papas Leben deshalb von den Geschwistern genannt, die befürchten, dass ihr Erbe an diese Frau gehen könnte. Heute zwischen Mitte 50 und Anfang 60 haben sie ihr Leben in Abgrenzung zur strebsamen Elterngeneration geführt. Nun könnten sie einen Erbteil gut gebrauchen.

So beginnt eine intensive Suche nach dem Testament, um es gegebenenfalls gleich wieder verschwinden zu lassen. Doch die sechs müssen auf den Anwalt warten, ausgerechnet Max „das Schwein“, dem die gesamte Schar seit Jahrzehnten grollt. Die erzwungene Wartezeit in Gesellschaft der väterlichen Leiche presst aus den Geschwistern mehr von ihren Lebensgeschichten heraus, als diese eigentlich preisgeben wollen. Als „das Schwein“ endlich eintrifft, sind die Geschwister schon ziemlich zermürbt und Max obenauf. Zeit für den Showdown.

„Die Auferstehung“ ist eine Produktion der Eikon Media im Auftrag des SWR für Das Erste. Produzent ist Ernst-Ludwig Ganzert, die Redaktion liegt bei Brigitte Dithard.

Sendung

„Die Auferstehung“ am 5.6., 20:15 Uhr im Ersten

Bildergalerie: Die Auferstehung

Während die Geschwister auf den Anwalt warten, sind sie zum ersten Mal seit langem mit ihren Haltungen und Lebenweisen konfrontiert. Joschi (Joachim Król) betont seine Treue zu den altlinken kämpferischen Positionen, Selbstversorger Uli (Michael Rotschopf) betrauert das Zerbrechen seiner Kleinfamilie und glaubt seiner Schwester Linda (Leslie Malton) nicht, dass sie ihn wirklich trösten will, und Jakob (Dominic Raacke) gibt den Bohemien, den nichts erschüttern kann. Da ist Fred (Herbert Knaup) froh, noch Rotwein gefunden zu haben.  © SWRJulia Terjung (Foto: SWR, Julia Terjung)
Joschi (Joachim Król) betont seine Treue zu den altlinken kämpferischen Positionen, Selbstversorger Uli (Michael Rotschopf) betrauert das Zerbrechen seiner Kleinfamilie und glaubt seiner Schwester Linda (Leslie Malton) nicht, dass sie ihn wirklich trösten will, und Jakob (Dominic Raacke) gibt den Bohemien, den nichts erschüttern kann. Da ist Fred (Herbert Knaup) froh, noch Rotwein gefunden zu haben. © SWR/Julia Terjung Julia Terjung Bild in Detailansicht öffnen
Linda (Leslie Malton) ist die Managerin unter den Geschwistern und wild entschlossen, das Erbe des Vaters vor der „€žungarischen Hure“œ zu retten, deren Existenz sie tief kränkt. © SWR/Julia Terjung Julia Terjung Bild in Detailansicht öffnen
Endlich ist der Anwalt Max (Mathieu Carriére, rechts) eingetroffen. Jakob (Dominic Raacke, links), Franziska (Brigitte Zeh), Joschi (Joachim Król), Uli (Michael Rotschopf), Linda (Leslie Malton) und Fred (Herbert Knaup) versuchen ihre Vorbehalte gegen Lindas ehemaligen Verlobten beiseite zu lassen und sich auf die Testamentsfrage zu konzentrieren. © SWR/Christiane Pausch Christiane Pausch Bild in Detailansicht öffnen
Linda (Leslie Malton) versucht, ihren kleinen Bruder Uli (Michael Rotschopf) zu trösten, der Probleme in seiner Ehe hat. © SWR/Julia Terjung Julia Terjung Bild in Detailansicht öffnen
Nach dem Tod des Vaters bzw. Schwiegervaters sind Linda (Leslie Malton), Franziska (Brigitte Zeh), Uli (Michael Rotschopf), Jakob (Dominic Raacke), Joschi (Joachim Król) und Fred (Herbert Knaup) in dessen Haus eingetroffen, weil sie hoffen, die Testamentsfrage zu ihren Gunsten zu lösen. © SWR/Christiane Pausch Christiane Pausch Bild in Detailansicht öffnen

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