Anton muss eine Mutprobe bestehen, um bei der HJ dabei sein zu können. © SWRLOOKSfilmAndreas Wünschirs (Foto: SWR, Andreas Wünschirs)

Dramaserie für Kinder „Der Krieg und ich“: Der Zweite Weltkrieg aus Kindersicht

SWR Koproduktion, Serie für Kinder / ab 31. August 2019, 20 Uhr bei KiKA und im Herbst im Ersten  

In acht Episoden erzählt die Dramaserie „Der Krieg und ich“, wie Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Die Serie betrachtet die Historie mit europäischem Blick und richtet sich an ein Publikum ab acht Jahren. Die SWR Koproduktion wird am 31. August sowie dem 1., 7. und 8. September um 20 Uhr bei KiKA ausgestrahlt.

Dauer

Krieg – ein Thema für Kinder?

„Der Krieg und ich“ stellt sich der schwierigen Aufgabe, die ernsten und sensiblen Themen Krieg und Holocaust in einer altersgerechten Form für Kinder aufzubereiten. Jede der acht Episoden setzt sich aus mehreren gestalterischen Ebenen zusammen: Eindrucksvolles Archivmaterial und eine detailreiche Modellwelt ergänzen die behutsam inszenierten Drama-Geschichten. Die Geschichten handeln von Kindern aus Deutschland, Polen, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Russland und der Tschechischen Republik. Basierend auf Tagebüchern und Biografien von Kindern aus ganz Europa wurden Charaktere erschaffen, die Kindern von heute die Identifikation mit den Kindern von damals erleichtern.

Anton will kein Außenseiter sein

Die erste der 25-minütigen Episoden spielt in Deutschland. Neben dem Elternhaus und der Schule war die Kindheit 1938 vor allem durch die Jugendorganisationen der Nationalsozialisten geprägt. Der zehnjährige Anton (Juri Gayed) will wie die meisten seiner Freunde auch zur Hitlerjugend, doch sein Vater (Florian Lukas) ist dagegen. Auch seine Freundin Greta (Gwendolyn Göbel) scheint Antons Begeisterung nicht zu teilen. Zufällig erfährt er: Greta ist Jüdin. In der Pogromnacht beobachtet Anton Ausschreitungen auf der Straße. Greta und ihre Eltern suchen Schutz bei seiner Familie und Anton erkennt, zu was die Nazis fähig sind.

Geschichten mit einem versöhnlichen Abschluss

Mit der Dramaserie „Der Krieg und ich“ können Kinder erfahren, wie verletzlich Mitmenschlichkeit, Solidarität, Toleranz und Freiheit sein können und dass es sich lohnt, für diese Werte zu kämpfen. Alle Episoden der Dramaserie sind so angelegt, dass sie Kinder stärken. Im Sinne der Resilienz finden die Geschichten einen versöhnlichen Abschluss. Die Ausstrahlungen bei KiKA werden in ein von Clarissa Corrêa da Silva („KUMMERKASTEN“, KiKA und „Wissen macht Ah!“, WDR) und Tobias Krell („Checker Tobi“) moderiertes Rahmenprogramm eingebettet. Die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer werden dabei an vielen Originalorten sensibel auf die Zeitreise vorbereitet, Zeitzeugengespräche vor Ort veranschaulichen nochmals die Authentizität der einzelnen Geschichten.

Produktion

„Der Krieg und ich" ist eine internationale Koproduktion von SWR und LOOKSfilm mit Toto Studio sowie BBC Alba/MG Alba, Česká televize (CT), EC 1 Łódź und CeTA in Zusammenarbeit mit Momakin, Toute l´histoire und SRF. Die Drehbücher schrieben Matthias Zirzow, Maarten van der Duin und Ramona Bergmann. Regie führte Matthias Zirzow. Produzent der Serie ist Gunnar Dedio (LOOKSfilm). Die Redaktion im SWR liegt bei Lene Neckel und Stefanie v. Ehrenstein (Leitung). Die Serie wurde gefördert von der MDM Mitteldeutsche Medienförderung, Creative Europe MEDIA, dem Medienförderprogramm der EU, und Łódź Creates. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgt bei KiKA und im Ersten. Die erste Episode von „Der Krieg und ich“ erhielt 2018 den renommierten „Goldenen Spatz“. In diesem Jahr wurde die Drama-Serie mit dem Kinder-Medien-Preis „Der weiße Elefant“ ausgezeichnet. Das „Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen“ (IZI) und deren Leiterin Dr. Maya Götz sowie die Historikerin Dr. Kathrin Kollmeier haben die Entwicklung der Dramaserie wissenschaftlich begleitet.

Medienpädagogisches Zusatzprogramm

Begleitend zu den Ausstrahlungen wird die Wanderausstellung „Der Krieg und ich. Kriegskinder 1939-1945“ am 31. August 2019 in Berlin am S-Bahnhof Friedrichstrasse eröffnet. Sie greift das Thema auf und führt es in Form einer interaktiven Ausstellung für ein junges Publikum und Familien anschaulich weiter. Die Dramaserie „Der Krieg und ich“ wird im Programm der Ausstellung zu sehen sein. Am 8. September wandert die Ausstellung innerhalb Berlins weiter zu Europas größtem Kinder-, Jugend- und Familienzentrum (FEZ-Berlin) sowie in andere Städte. „Planet Schule“, das öffentlich-rechtliche Bildungsangebot von SWR und WDR, stellt ab Ende August 2019 auf planet-schule.de Unterrichtsmaterialien und ein Glossar zur Verfügung. Ein umfangreiches Webangebot für Kinder mit Interviews von Zeitzeugen, aktuellen Reportagen von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten sowie Erklärstücken zu schwierigen Begriffen ist bereits im SWR Kindernetz unter derkriegundich.de zu finden und wird bis zum Sendestart laufend erweitert. Alle Episoden sind ab Ende August unter derkriegundich.de, in der ARDMediathek sowie unter planet-schule.de abrufbar.  

Der Krieg und ich

Acht Folgen ab 31. August 2019

Am 31. August und 1. September sowie 7. und 8. September, ab 20 Uhr bei KiKA und im Herbst im Ersten

Bildergalerie: „Der Krieg und ich“

Anton (Juri Gayed) will in die Hitlerjugend, aber sein Vater (Florian Lukas) ist dagegen. © SWRLOOKSfilmAndreas Wünschirs (Foto: SWR, Andreas Wünschirs)
Anton (Juri Gayed) will in die Hitlerjugend, aber sein Vater (Florian Lukas) ist dagegen. © SWR/LOOKSfilm/Andreas Wünschirs Andreas Wünschirs Bild in Detailansicht öffnen
Anton muss eine Mutprobe bestehen, um bei der HJ dabei sein zu können. © SWR/LOOKSfilm/Andreas Wünschirs Andreas Wünschirs Bild in Detailansicht öffnen
Anton (Juri Gayed, re.) mit Rudi (Ludger Bökelmann) bei der Aufnahmeprüfung zur Hitlerjugend. © SWR/LOOKSfilm/Andreas Wünschirs LOOKSfilm/Andreas Wünschirs Bild in Detailansicht öffnen
Sandrine (Mina Christ) führt die deutschen Flüchtlinge (Rosalie Neumeister, Finnlay Berger, Caspar Langer) schnell zu sich nach Hause. © SWR/LOOKSfilm/Andreas Wünschirs Andreas Wünschirs Bild in Detailansicht öffnen
Romek (Adam Halajczyk) schafft es tatsächlich, dass der Vorsitzende des Ältestenrates Henryk (Bohdan Artur Swiderski) ihm erzählt, was er über die Lager weiß. © SWR/LOOKSfilm/Andreas Wünschirs Andreas Wünschirs Bild in Detailansicht öffnen
Eva und Renata müssen vor den SS-Wachen auftreten. © SWR/LOOKSfilm/Andreas Wünschirs Andreas Wünschirs Bild in Detailansicht öffnen
Renata (Katerina Coufalová) muss für die Leitung des Konzentrationslagers Auschwitz singen. © SWR/LOOKSfilm/Andreas Wünschirs LOOKSfilm/Andreas Wünschirs Bild in Detailansicht öffnen
Justus (Arved Friese) gibt Klaus (Matti Zirzow) die Aufgabe, nach amerikanischen Panzern Ausschau zu halten. © SWR/LOOKSfilm/Andreas Wünschirs LOOKSfilm/Andreas Wünschirs Bild in Detailansicht öffnen
Vera (Uljana Torkiani ) möchte keine neuen Eltern -€“ sie möchte zu ihren zurück. Die Geschwister Mischa (Ilja Bultmann) und Tamara (Christina Khorovska) können das gut verstehen. © SWR/LOOKSfilm/Andreas Wünschirs LOOKSfilm/Andreas Wünschirs Bild in Detailansicht öffnen
Calum (Ruairidh Harris) hat keine Angst vor dem Krieg. Er genieߟt lieber die Freiheiten, die dieser mit sich bringt. Noch ist seine Heimat Schottland von Bomben verschont geblieben. © SWR/LOOKSfilm/Andreas Wünschirs LOOKSfilm/Andreas Wünschirs Bild in Detailansicht öffnen
Der norwegische Fischerjunge Fritjof (Nils Sand Näslund) zusammen mit seinem Onkel Arne (Rune Temte). © SWR/LOOKSfilm/Andreas Wünschir LOOKSfilm/Andreas Wünschir Bild in Detailansicht öffnen

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