In Japan arbeitet man an KI-Robotern. © SWR (Foto: SWR)

Künstliche Intelligenz Paradies oder Robokalypse?

Steht die Menschheit vor dem goldenen digitalen Zeitalter oder droht ihr die „Robokalypse?“ Die Diskussion um ethische Maßstäbe im Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) ist eine der brennendsten dieser Zeit.

Noch ist die Menschheit entfernt von selbst lernenden Maschinen, die so klug sind wie sie selbst. Doch schon heute sind Chatbots, Roboter, digitale Assistenten oder künstliche Intelligenzen oft nicht mehr von einem Menschen zu unterscheiden. Laut Wissenschaftlern und KI-Experten ist die Entwicklung ein Wettlauf mit der Zeit: Bevor der Mensch von der Technologie eingeholt wird, müssen ethische Richtlinien gefunden werden.
„Paradies oder Robokalypse? Fluch und Segen der künstlichen Intelligenz“, Montag, 15.4.2019, 23:30 Uhr im Ersten.

Dauer

Ist eine Ethik für künstliche Intelligenz notwendig?

Chatbots, künstlich intelligente Telefon-Apps, die wie menschliche Gesprächspartner agieren, digitale Ärzte, die besser als jeder Mensch Augenkrankheiten oder Krebs diagnostizieren, autonome Waffensysteme, die selbstständig töten können. Die technologische Entwicklung der künstlichen Intelligenz schreitet so rasant voran, dass ethische Maßstäbe drohen, auf der Strecke zu bleiben. Wie lauten die sozialen Grundregeln im Umgang zwischen Mensch und Maschine? Was macht Menschen einzigartig angesichts von Computern, die auf Grund von neuronalen Netzwerken so lernfähig sind wie ein menschliches Gehirn? Kann und will die Gesellschaft zulassen, dass künstliche Intelligenz ein Bewusstsein entwickelt? Mit solchen Fragen ringen Ethiker, Philosophen und Forscher der neuen Technologien.

Enthusiasten und Kritiker

In Deutschland, der Schweiz, in Japan und den USA hat Filmemacher Uri Schneider Stimmen von enthusiastischen Forschern und Startup-Unternehmern eingefangen, aber auch von besorgten Kritikern. Während KI-Professor Jürgen Schmidhuber eine künstliche Intelligenz mit Roboterfabriken im Weltall prophezeit, warnt der schwedisch-amerikanische Physiker Max Tegmark vor einem totalitären KI-Überwachungsstaat und der Philosoph Thomas Metzinger vor einem tödlichen KI-Wettrüsten. Gerade Europa, meint Metzinger, kann an der Schwelle dieser neuen Ära Vorreiter sein für einen verbindlichen, internationalen Ethikkodex.

„Paradies oder Robokalypse? Fluch und Segen der künstlichen Intelligenz“ ist eine Auftragsproduktion des SWR in Zusammenarbeit mit der tele aviv film productions ltd.

Sendung

Paradies oder Robokalypse? Fluch und Segen der künstlichen Intelligenz
15. April 2019, 23:30 Uhr, im Ersten

Bildergalerie: Paradies oder Robokalypse

Jürgen Schmidhuber, KI-Experte in Lugano, prophezeit KI-Gesellschaften, die den Weltraum bewohnen werden. © SWR (Foto: SWR)
Jürgen Schmidhuber, KI-Experte in Lugano, prophezeit KI-Gesellschaften, die den Weltraum bewohnen werden. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Die Startup Firma Replika in San Francisco entwickelte eine App, mit der man sich unterhalten kann. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Philosoph Thomas Metzinger kämpft bei der EU für einen KI-Ethikkodex. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Mensch liebt Maschine. Der japanische Büroangestellte Akihiko Kondo hat ein Hologramm geheiratet. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
In Japan arbeitet man an KI-Robotern. © SWR Bild in Detailansicht öffnen

Pressekontakt

Katja Matschinski

E-Mail:
katja.matschinski@SWR.de

Bildkommunikation

Telefon 07221 929 22202
E-Mail:
foto@SWR.de
STAND