Seit langem ist der VerkehrsläŠrm die dominierende Lärmquelle in Deutschland. © SWR (Foto: SWR)

Datenjournalismus Hier ist es zu laut!

Wie laut ist es in den Straßen im Südwesten? Wo überschreitet der Verkehrslärm die Zumutbarkeit? Der SWR ruft Zuschauer, Hörer und User dazu auf, selbst zu messen und verbreitet die Ergebnisse in einer interaktiven Karte. Dazu bietet der Sender Recherchen, Geschichten, Hintergrundinformationen und Service an.

Der Straßenverkehr ist seit Langem die dominierende Lärmquelle in Deutschland. Umfragen zeigen, dass sich etwa 60 Prozent der Bevölkerung von ihm gestört fühlen, 12 Prozent sogar stark oder äußerst stark gestört. 16 Prozent der Deutschen sind nach Berechnungen des Umweltbundesamts Belastungen ausgesetzt, die gesundheitliche Gefährdungen wie die Erhöhung des Herzinfarktrisikos mit sich bringen. Nach dem großen Erfolg von „#Abgasalarm“, der größten Messaktion im Südwesten (Bremer Fernsehpreis für die gelungenste Zuschaueraktion), hat der SWR nun ein neues „Crowd Science“-Projekt angestoßen. Seit 24. April können Menschen, die unter Straßenverkehrslärm leiden, vor ihrer eigenen Haustür messen und ihre Ergebnisse dem SWR Redaktionsteam über ein Onlineformular übermitteln. Reporterinnen und Reporter dokumentieren an journalistisch ausgewählten Orten die Messungen vor Schulen, Krankenhäusern und Kitas sowie in Kurorten und Wohngebieten. Sachverständige überwachen das Messverfahren.

Dauer

Macht unseren Straßenverkehr leiser!

Der SWR hört genau hin, wenn die Menschen im Südwesten vom Straßenlärm geplagt werden. Die Redaktionen wollen wissen, wo es in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz am lautesten ist und wie die Anwohner das zu spüren bekommen. Die Grenze, ab der die Weltgesundheitsorganisation WHO von einem ernsten Risiko spricht, liegt bei 55 dB. Wo wird dieser Wert überschritten? Und was lässt sich dagegen tun? Die Fachredaktionen liefern Hintergrundberichte zum Gesundheitsrisiko, zu modernen Lärmschutzmöglichkeiten sowie zu den rechtlichen Fragen bei Grenzwertüberschreitungen.

Messaktion und klassische Recherche

„Hier ist es zu laut!“ ruft dazu auf, mit dem Smartphone (per App) den Krach vor dem eigenen Fenster zu dokumentieren und die Werte an das SWR Team zu geben. An 30 Orten im Südwesten, wo der Lärm besonders schlimm ist, messen SWR Reporterinnen und Reporter jeweils über zwei Wochen mit eigenen Messgeräten. Danach geht das Team auf allen Kanälen dem Lärm auf den Grund, fragt nach Verantwortlichen und Lösungen. Gesundheits- und verkehrspolitische Aspekte stehen dabei besonders im Fokus. Das SWR Fernsehen stellt zusätzlich auf Facebook eine Plattform zur Verfügung, auf der sich Betroffene und Interessierte austauschen und vernetzen können.

Hier ist es zu laut!

Zuschauer-Messaktion im Frühjahr/Sommer 2019
Drei Thementage im Hörfunk sowie ein Thementag im SWR Fernsehen
Voraussichtlich Oktober 2019

Bildergalerie: Hier ist es zu laut!

Die Grenze, ab der die Weltgesundheitsorganisation WHO von einem ernsten Risiko spricht, liegt bei 55 db. © SWR (Foto: SWR)
Die Grenze, ab der die Weltgesundheitsorganisation WHO von einem ernsten Risiko spricht, liegt bei 55 db. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Seit langem ist der Verkehrslärm die dominierende Lärmquelle in Deutschland. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Der SWR stößt ein neues „Crowd Science“-Projekt an: Reporterinnen und Reporter dokumentieren an journalistisch ausgewählten Orten die Messungen vor Schulen, Krankenhäusern und KiTas sowie in Kurorten und Wohngebieten. © SWR Bild in Detailansicht öffnen

Pressekontakt

Grit Krüger

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