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ab 17. September 2018 im Ersten „Krieg der Träume“

Dokumentarische Dramaserie

1918. Kriegsende. Die verheerende Bilanz: fast zehn Millionen gefallene Soldaten, dazu etwa 20 Millionen Verwundete. Die Anzahl der zivilen Opfer wird auf weitere sieben Millionen geschätzt. Wie sollte es jetzt weitergehen? Was bedeutete das Wort Frieden nach dieser „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“? Eines war sofort klar: Niemand konnte in sein altes Leben zurückkehren, einfach so weitermachen wie bisher – alles musste völlig neu gedacht und erfunden werden.

2:47 min

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Trailer zu „Krieg der Träume“

SWR

Embedden kostenfrei möglich.


Was die Menschen nach dem „Krieg der Waffen“ erwartete, war nicht der ersehnte Frieden, sondern ein „Krieg der Träume“, ein Ringen um neue Gesellschaftsideen und Konzepte des Zusammenlebens. Demokratie, Kommunismus, Faschismus – die Utopien einer neuen Welt, die vor dem Krieg teils nur auf dem Papier skizziert waren, traten nun gegeneinander in Wettstreit. Alles schien offen und möglich, nichts war erprobt, nichts ausgeschlossen. Mit dieser entscheidenden und spannenden Phase der Geschichte befasst sich unsere dokumentarische Dramaserie „Krieg der Träume“.

Wettstreitende Utopien

„Krieg der Träume“ verharrt aber nicht im Gestern, sondern erzählt von der Entstehung der Welt, in der wir Europäer heute leben. Vieles von dem, was Menschen heute selbstverständlich erscheint, ist erst in jenen 21 Jahren zwischen 1918 und 1939 entstanden, darunter die Demokratie mit allgemeinem Wahlrecht, die Gewaltenteilung und das Recht auf freie Meinungsäußerung. Die Demokratie konnte sich erst nach einem langen Wettstreit mit anderen mächtigen Utopien und Ideologien und einem neuen Weltkrieg durchsetzen.

Persönliche Einblicke

Die Serie eröffnet den Zuschauern einen Zugang zu diesem Ringen der Ideologien und Utopien in den Herzen und Köpfen von Millionen von Menschen über 13 reale Schicksale. Alle intensiv recherchierten Lebenswege der exemplarisch ausgewählten Protagonisten, die von einem internationalen Schauspielensemble szenisch nachgestellt werden, wurden von dem Aufbruch in eine neue Zeit stark beeinflusst oder haben die Zeitenwende aktiv mitgestaltet. Darunter sind bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten – von der polnischen Schauspielerin Pola Negri, dem vietnamesischen Kommunisten Nguyen Ai Quoc (besser bekannt als Ho Chi Minh) und dem späteren Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß bis hin zu dem französischen Zuhälter und Bordellbetreiber Marcel Jamet, dem italienischen Großindustriellen und Politiker Silvio Crespi oder der englischen Hitler-Verehrerin Unity Mitford. Das Besondere an dieser Perspektive: Hier kommen Menschen zu Wort, die die Ereignisse selbst erlebt haben, und zwar ohne zu wissen, was am Ende dieser Entwicklung steht! Das ermöglicht sehr persönliche und doch gleichzeitig auch universelle Einblicke in die Tragödie dieser Zeit.

Kooperation über Ländergrenzen hinweg

„Krieg der Träume“ entstand in Zusammenarbeit mit ARTE und ARD und vielen internationalen Partnern. Es ist eine große gemeinsame Anstrengung aus Anlass des 100. Jahrestags des Endes des Ersten Weltkriegs in einer Zeit, in der Europa neue Krisen drohen. Aktualität und Relevanz dessen, was wir im Titel konzeptuell „Krieg der Träume“ genannt haben, sind in der dokumentarischen Dramaserie überall mit Händen zu greifen. Das Projekt steht aber auch für eine über europäische Ländergrenzen hinweg gelungene Kooperation auf dem Gebiet der dokumentarischen Dramaserie, die mit „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ erfunden wurde und jetzt weitergeführt wird. Geschichte wird darin transnational erzählt. Es ist damit ein im besten Sinne internationales und europäisches Projekt.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen und Bernd Mütter, Programmdirektor ARTE


Sendetermine im Ersten:

Drei Folgen à 90 Minuten
Montag, 17. September 2018, um 22:45 Uhr
Dienstag, 18. September 2018, um 22:45 Uhr
Montag, 24. September 2018, um 22:45 Uhr

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Bildergalerie Besetzung von „Krieg der Träume“

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Jan Krauter als Hans Beimler. © SWR/Ricardo Vaz Palma/IRIS

Jan Krauter als Hans Beimler. © SWR/Ricardo Vaz Palma/IRIS

Michalina Olszanska als Pola Negri. © SWR/Ricardo Vaz Palma/IRIS

Joel Basman als Rudolf Höß. © SWR/Ricardo Vaz Palma/IRIS

Natalia Witmer als Marina Yurlova. © SWR/Ricardo Vaz Palma/IRIS

David Acton (zweiter von rechts) als C.E. Montague. © SWR/Patricia Peribáñez

Roxane Duran als österreichische Ärztin Edith Wellspacher. © SWR/Ricardo Vaz Palma

Rebecka Hemse als Elise Ottesen (links) mit Shanti Roney. © SWR/Ricardo Vaz Palma

Natalia Witmer als Marina Yurlova. © SWR/Ricardo Vaz Palma/IRIS

Jan Krauter (rechts) als deutscher Kommunist Hans Beimler mit Tanja Feurich. © SWR/Ricardo Vaz Palma

Robinson Stévenin als Bordellbesitzer Marcel Jamet. © SWR/Ricardo Vaz Palma

Natalia Witmer als Kosakin Marina Yurlova. © SWR/Ricardo Vaz Palma

Solène Rigot als Anarchistin May Picqueray. © SWR/Ricardo Vaz Palma

Joel Basman als Rudolf Höß, im Hintergrund Rainer Will als Baron von Waldstetten. © SWR/Ricardo Vaz Palma

Charlotte Merriam als Unity Mitford (Mitte) und Gemma Lawrence als Jessica Mitford (links). © SWR/Ricardo Vaz Palma

David Acton als C.E. Montague (links) mit Stephan Fiedler als Hauptmann Van Atteln (rechts). © SWR/Patricia Peribáñez