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28.3.2018, SWR2 Avantgarde! Was „die 68er“ musikalisch in Schwingung brachte

Thema Musik im Schwerpunkt „Die 68er“: Sendereihe in „SWR2 Musikstunde“ ab 9. April / „SWR2 Musikpassagen“ am 15. April / von John Lennon über Luigi Nono bis Wolf Biermann

Der Aufstand der Jugend 1968 gegen die politischen Nachkriegssysteme löste auch in der Musik neue Sympathien für die damalige Avantgarde um Stockhausen, Henze oder Kagel aus. Zeitgleich wurden die Beats der Rockmusik und das Repertoire der Liedermacher zu einem akustischen Markenzeichen der Zeit. Innerhalb der Schwerpunktwoche „Die 68er“ vom 7. bis 15. April 2018 wirft SWR2 in mehreren Sendungen ein Schlaglicht auf verschiedene musikalische Strömungen und Songs, die die Dynamik der Zeit spiegeln.

Blumen und Pflastersteine

Ton, Steine, Scherben mit Sänger Rio Reiser. © SWR/WDR


„SWR2 Musikstunde: Blumen und Pflastersteine“

Unter dem Titel „Blumen und Pflastersteine – 1968 und die musikalische Verjüngung der Welt“ lässt die „SWR2 Musikstunde“ ab 9. April die internationale Musik der Zeit Revue passieren. An fünf Tagen um 9:05 Uhr erinnert die Reihe an vergessene Nachbarschaften von Rock, Neuer Musik und Chanson: So besangen 1968 John Lennon und Paul McCartney mit „Revolution“ die Befreiungsbewegungen. Die Politrock-Band „Ton, Steine, Scherben“ forderte 1971 schon aggressiver: „Macht kaputt, was euch kaputt macht“. Luigi Nono und Hans-Werner Henze wiederum äußerten ihre klassenkämpferischen Ideen mit den konzeptuellen Mitteln der Neuen Musik. Liedermacher Wolf Biermann kritisierte als Poet der deutschen Teilung in einer Mischung aus Sprechgesang und Gitarre die deutsche Nachkriegsgeschichte im weitesten Sinne. Sie alle zeigen, dass „die 68er“ nicht nur von politisch-sozialen Umwälzungen geprägt waren, sondern auch musikalische Erneuerungen provozierten, die formal in verschiedenste Richtungen strebten.

„SWR2 Musikpassagen: 1968 – Musik als Protest“

Rockkonzerte und Popfestivals als Pilgerstätten der Subkultur, Orte des Protests und eines neuen Lebensgefühls: „SWR2 Musikpassagen“ beschreibt am 15. April um 23:03 Uhr das magische Jahr 1968 als ein Jahr, in dem es auch in der Freizeitkultur brodelte. Ausgerufen wurde zum Beispiel die Forderung nach „Free Concerts“ für alle und der Widerstand gegen die Vermarktung jugendlicher Ideale.

Mehr als 30 Sendungen in SWR2, 68er-Abend im SWR Fernsehen

SWR2 widmet sich ab dem 7. April in mehr als 30 Sendungen zum Thema „Die 68er“ unter anderem dem Attentat auf Rudi Dutschke, Büchern des Jahres 1968 und dem Einfluss der 68er auf Bildung und Erziehung. (Vgl. SWR Pressemitteilungen vom 7.3. und 19.3.2018). Zum Abschluss des SWR2 Schwerpunkts gibt es einen 68er-Abend im SWR Fernsehen. Am Sonntagabend, 15. April, zeigt das SWR Fernsehen um 22:50 Uhr die aktuelle Doku „Deutschland '68 – (K)ein Jahr wie jedes andere!“ (RB/NDR), die wenige Tage vorher im Ersten erstausgestrahlt wird. Im Anschluss um 23:35 Uhr folgt „Der Polizeistaatsbesuch“ von Roman Brodmann aus dem Jahr 1967, einer der berühmtesten Filme der Stuttgarter Schule, entstanden für die legendäre Reihe „Zeichen der Zeit“ des damaligen SDR.

Die Musik der 68er: Sendungen in SWR2
Montag, 9. April bis Freitag 13. April, jeweils 9:05 Uhr:
„SWR2 Musikstunde: Blumen und Pflastersteine – 1968 und die musikalische Verjüngung der Welt“ (1–5)

Montag, 9. April, 23:03 Uhr:
„SWR2 JetztMusik: Demokratie wagen: Die Darmstädter Ferienkurse 1970“

Dienstag, 10. April, 20:03 Uhr:
„SWR2 Thema Musik: Utopien von gestern? Die 68er-Bewegung und die Musiker“

Sonntag, 15. April, 23:03 Uhr:
„SWR2 Musikpassagen: 1968 – Musik als Protest“

Pressemeldung vom 7.3.2018 zum Themenschwerpunkt - Die 68er - Von der Straße ins Radio

Pressekontakt: Oliver Kopitzke

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