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22.9.2017, Das Erste SWR Zweiteiler „Aenne Burda – Die Wirtschaftswunderfrau“ im Dreh

Katharina Wackernagel und Fritz Karl spielen in der Regie von Franziska Meletzky

Die richtige Idee zur richtigen Zeit: Aenne Burda gab mit ihrer Zeitschrift den Frauen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Mode, Leichtigkeit, Weiblichkeit zurück und wurde so zur Inkarnation des deutschen Wirtschaftswunders. Dass Mode mit den Burda-Schnitten für jedefrau erschwinglich wurde, gab vielen Auftrieb und Selbstbewusstsein – und machte Aenne Burda zu einer mächtigen Geschäftsfrau, an der Seite und in Konkurrenz zu ihrem Ehemann Franz Burda. Katharina Wackernagel spielt die Titelrolle in dem Zweiteiler „Aenne Burda – Die Wirtschaftswunderfrau“ (AT), den Polyphon Pictures im Auftrag des SWR für das Erste realisiert. Fritz Karl wird als ihr Ehemann zu sehen sein. Das Drehbuch dazu schrieb Regine Bielefeldt, Regie führt Franziska Meletzky.

Drehstart Aenne Burda – Die Wirtschaftswunderfrau

v.l.n.r.: Szenenbildner Knut Loewe, Kostümbildnerin Katharina Ost, Produzentin Sabine Tettenborn, Fritz Karl (spielt Franz Burda), Regisseurin Franziska Meletzky und Titeldarstellerin Katharina Wackernagel.

Szenenbildner Knut Loewe und Kostümbildnerin Katharina Ost lassen für den SWR in Offenburg, Berlin, Paris und Sizilien die späten vierziger und frühen fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts lebendig werden, in denen Aenne Burda mit ihren Modefotos und Schnittmusterbögen nicht zuletzt für Farbe im öffentlichen Leben sorgte. Luise Wolfram, Annika Olbrich, Martina Eitner-Acheampong, Christoph Glaubacker, Cornelia Gröschel, Jean-Yves Berteloot, Michele Cuciuffo, Hans Czypionka u. v. a. stehen vor der Kamera von Bella Halben, der Schnitt liegt bei Benjamin Hembus. Produziert wird „Aenne Burda – Die Wirtschaftswunderfrau“ (AT) von Sabine Tettenborn, Producerin ist Maike Delbos, die Redaktion liegt bei Manfred Hattendorf und Friederike Barth. Die Dreharbeiten laufen bis Anfang Dezember.

 

Zum Inhalt

Offenburg, Ende der vierziger Jahre. Anna Burda ist mit dem Drucker und Verleger Franz Burda verheiratet, dessen Betrieb im Wiederaufbau schnell wieder prosperiert. Aber das wohlsituierte Leben einer Verlegersgattin genügt Anna nicht. Sie träumt davon, für die sich langsam von den Kriegswunden erholende deutsche Gesellschaft eine stilbildende Modezeitschrift ins Leben zu rufen. Franz ist dagegen, dem Patriarchen missfällt die Idee einer arbeitenden Ehefrau. Als Anna entdeckt, dass Franz mit seiner ehemaligen Sekretärin nicht nur eine langlaufende Beziehung, sondern auch eine Tochter hat, die so alt ist wie ihr jüngster Sohn, ist sie tief getroffen. Völlig außer sich ist sie, als sie erfährt, dass Franz seiner Geliebten ausgerechnet eine Modezeitschrift finanziert. Dabei war das ihre Idee! Anna stellt ihren Mann vor die Wahl: Entweder die Scheidung – oder er überschreibt ihr den Zeitschriftenverlag der Konkurrentin. Kompromisslos vertreibt Anna ihre Gegenspielerin und fängt sofort an, das Blatt nach ihren eigenen Vorstellungen umzuformen. Sie, die selbst gar nicht nähen kann, ist entschlossen, den Frauen Schnitte zur Verfügung zu stellen, die praktisch jede umsetzen kann. Daran hindert sie weder ihre Unerfahrenheit noch die plötzlich über sie hereinbrechende Schuldenlast des Verlags. Anna nimmt ihr Leben selbst in die Hand, nennt sich ab sofort Aenne, aus der Gattin wird die erfolgreiche Geschäftsfrau, eine emanzipierte Frau, bevor die Idee weiblicher Selbstbestimmung überhaupt Thema wurde. Dennoch bleiben Aenne und Franz Burda ein Paar: Aus der bürgerlichen Ehe wird die Gemeinschaft zweier Alphatiere, die einander nichts schenken und doch immer verbunden bleiben.


Pressekontakt: Annette Gilcher

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