Christian HufnagelSWR Audio Lab, Tina JoyeuxModeration, Vanessa WormerSWR Innovationslabor X Lab und Johannes Schmid-JohannsenDatenjournalistenteam, zugeschaltet: Thomas DauserInnovationsmanagement und Digitale Transformation sowie Larissa Weil und Karolin Wratil von der Personalstrategie (Foto: SWR)

KIT TRIFFT SWR

Innovationskraft des SWR begeistert Forschende

STAND

Wie kann sich der SWR mit Hochschulen und Universitäten wie dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) noch besser vernetzen? In der digitalen Veranstaltung „KIT trifft SWR“ im April fanden 90 Gäste und SWR Verantwortliche im Austausch gemeinsam Antworten auf diese Frage – und schlugen bereits einige spannende Projektideen vor.

In der 90-minütigen Teams-Schalte trafen sich Wissenschaftler*innen, Studierende und Kommunikationsbeauftragte des KIT eine Exzellenzuniversität mit 24.000 Studierenden und eine der größten Wissenschaftseinrichtungen Europas mit SWR Verantwortlichen aus den Bereichen Innovation, Digitalisierung und Datenjournalismus. Zum ersten Mal war dabei das Studio X in Baden-Baden Veranstaltungslocation und bot eine anregende Atmosphäre, um über Medien im digitalen Wandel, die Arbeit des SWR X Labs, die Aufgaben von Datenjournalist*innen und den Einsatz von künstlicher Intelligenz zu diskutieren.

Mitschnitt KIT trifft SWR

Gezielter Erfahrungsaustausch

Thomas Dauser, Leiter des Bereichs Innovationsmanagement und Digitale Transformation (IDT), fasst den Kern der Veranstaltung zusammen: „Innovation braucht ein gutes, vielfältiges Ökosystem. Es sind oft die Anregungen von außen, die dem Denken eine neue Richtung geben. Meine Erfahrung: Ein gezielter Erfahrungsaustausch nützt immer beiden Seiten. Am Ende stehen zumindest bei mir immer neue Gedanken und konkrete Projektideen in meinem Notizbuch.“

Wichtiger Schwerpunkt war auch die Arbeit des SWR X Lab als Innovationstreiber nach innen und außen. Vanessa Wormer, Leiterin des Innovationslabors: „Das SWR X Lab ist als Innovationslabor stets auf der Suche nach spannenden Partnern aus Wissenschaft, Gesellschaft und Industrie. Eine Veranstaltung wie „Hochschule trifft SWR“ ermöglicht uns die Vernetzung mit engagierten Forscher*innen, so dass wir bei unseren vielfältigen Innovationsprojekten zur richtigen Zeit potentielle Partner aus der Region und darüber hinaus vor Augen haben.“  

Bildergalerie mit Statements von Teilnehmenden

Thomas Dauser, Leitung Bereich Innovationsmanagement und Digitale Transformation via Teams (Foto: SWR)
Thomas Dauser, Leitung Bereich Innovationsmanagement und Digitale Transformation: „Die Idee des Bereichs IDT ist, eine Einheit zu schaffen, die den gesamten Prozess von Trendscouting über Prototyping, dem Bauen und Platzieren von neuen Produkten bis hin zur Erfolgsmessung aus einer Hand betreuen kann. Drei Teams dieses Bereichs werden gerade ganz neu aufgebaut.“ Bild in Detailansicht öffnen
Vanessa Wormer, Leiterin des Innovationslabor SWR X Lab: „Ein kleiner Blick in unseren Maschinenraum: Ein Projekt, an dem wir gerade arbeiten, ist ein „Location based“ Tatort Game. Da arbeiten wir gerade mit dem SWR Tatort Team und mit externen Dienstleistern an einem Prototyp.“ Bild in Detailansicht öffnen
Prof. Christof Weinhardt, Institut für Informationswirtschaft und Marketing des KIT: „Es war unglaublich spannend und beeindruckend, welche Projekte der SWR verfolgt. Es würde mich interessieren, ob auch Forschungsprojekte mit uns am KIT angedacht sind. Wir haben beispielsweise ein Labor mit 40 Kabinen und einem Studierenden-Pool, mit denen wir spannende Dinge testen können, etwa zur User Experience und zur Usability ganz allgemein. Ein anderes Beispiel sind unsere Aktivitäten zu Digital Citizen Science: Wellbeing@Home, in denen wir im Rahmen der Exzellenzforschung des KIT Effekte von vermehrtem Home Office und Home Education auf uns alle untersuchen – und das auf Augenhöhe zusammen mit Bürger*innen. Die große öffentliche Reichweite des SWR könnte Synergien für uns beide erzeugen.“ Bild in Detailansicht öffnen
Christian Hufnagel, Co-Founder SWR Audio Lab: „Durch den Austausch von Wissenschaft und Praxis sind wir bei Entwicklungen wie etwa in den Bereichen Künstliche Intelligenz, IT-Sicherheit, Mobilität oder Konnektivität noch näher dran und können die jeweiligen Veränderungen aktiv mitgestalten. Als SWR Audio Lab verstehen wir uns dabei gerne als Türöffner für Praxis und Kooperationen.“ Bild in Detailansicht öffnen
Prof. Annette Leßmöllmann, Prodekanin und Studiendekanin, Studiengang „Wissenschaft - Medien - Kommunikation“: „Der Weg von unserem Studiengang „Wissenschaft, Medien, Kommunikation“ zum SWR ist relativ kurz: Es gibt einige Studierende, die Praktikant*innen bei Ihnen sind, bis hin zu Redakteur*innen, und wir haben immer wieder Lehrbeauftragte aus dem SWR. Darüber hinaus könnte ich mir noch viele weitere Kooperationen vorstellen, da wir ja in unserem Eye-Tracking Labor die Medienrezeption von Nutzer*innen gerade auch in neu entwickelten Medienprodukten erforschen und uns zudem anschauen, wie man bislang nicht erreichte Zielgruppen erreichen kann. Zudem bin ich sehr interessiert daran, unsere Studierenden noch stärker mit Medieninnovationen in Kontakt zu bringen.“ Bild in Detailansicht öffnen
Johannes Schmid-Johannsen, SWR Datenjournalist: „Wir brauchen den Austausch. Das Wissen an den Unis ist für uns eine Chance, Impulse von außen ins Team zu holen. Nach diesem Treffen kann ich auf diesem kurzen Weg auf spannende Wissenschaftler*innen zugehen. Das hilft uns sehr bei künftigen Datenprojekten.“ Bild in Detailansicht öffnen
Prof. Jörn Müller-Quade, Leiter der Forschungsgruppe „Kryptographie und Sicherheit” am KIT: „Ich habe hier jetzt herausgehört, dass immer mehr automatisch und mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz geht – automatisch generierte Nachrichten, automatisch generierte Musikauswahl, KI fürs Community Management. Welche Gedanken machen Sie sich in Bezug auf Datenschutzprobleme?“ Bild in Detailansicht öffnen
Karolin Wratil/Larissa Weil, SWR Personalstrategie: „Der Medienwandel nimmt gerade gewaltig an Geschwindigkeit auf. Innovative Ideen, die Fähigkeit strategisch zu denken und ein digitales Mindset sind gefragt. „Hochschule trifft SWR“ ist eine tolle Chance, um sich zu vernetzen und den SWR als authentischen und nahbaren Arbeitgeber zu präsentieren. Die Gelegenheit zu zeigen, welche vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten und Benefits der SWR zu bieten hat und der Austausch mit der Zielgruppe war dabei sehr wertvoll.“ Bild in Detailansicht öffnen
Prof. Michael Decker, Professor für Technikfolgenabschätzung und Leiter des Bereichs „Informatik, Wirtschaft und Gesellschaft“ am KIT: „Ich habe diese Woche zufällig ein Interview mit einem jungen Radio-Moderator in einer Abendsendung gehört. Der Moderator meinte, dass er abends deutlich mehr experimentieren könne, weil die Radio-Hauptnutzungszeit morgens ist. Nun wollte ich fragen, wie weit kann man da gehen? Könnte man eine von Künstlicher Intelligenz moderierte Sendung machen? Vielleicht auch in der Nacht? Wir hätten hier auch wissenschaftliche Partner, die an solch einem Projekt mitarbeiten würden.“ Bild in Detailansicht öffnen
Expert:innen-Runde im Studio X in Baden-Baden: Christian Hufnagel/SWR Audio Lab, Tina Joyeux/Moderation, Vanessa Wormer/SWR Innovationslabor X Lab und Johannes Schmid-Johannsen/Datenjournalistenteam, zugeschaltet: Thomas Dauser/Innovationsmanagement und Digitale Transformation sowie Larissa Weil und Karolin Wratil von der Personalstrategie Bild in Detailansicht öffnen

Interessiert verfolgten die Gäste aus dem KIT den Vortrag von Christian Hufnagel über die Arbeit des SWR Audio Labs. Ein kleines Team arbeitet dort am Radio der Zukunft und auch daran, wie künstliche Intelligenz die Programm-Macher im Alltag unterstützten kann. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Infotainment-Angeboten im „vernetzten“ Auto - alles rund ums Thema Connectivity, Sprachsteuerung und Personalisierung. Johannes Schmid-Johannsen zeigte, wie die Datenjournalisten im SWR mit wissenschaftlichen Methoden an fakten- und evidenzbasierten Inhalten arbeiten – in Corona-Zeiten ob der riesigen Datenmengen, die täglich analysiert und verständlich dargestellt werden müssen, eine besondere Herausforderung.

Über den inhaltlichen Austausch hinaus präsentierte sich der SWR mit Karolin Wratil und Larissa Weil aus dem Personalmarketing auch als interessanter Arbeitgeber für Studierende und Absolventen*innen. Zugeschaltet waren auch zahlreiche SWR Mitarbeiter*innen, die einst am KIT studiert hatten – und zeigten damit viele Möglichkeiten, die wissenschaftliche Ausbildung mit Zukunftsfeldern im SWR zu verknüpfen.

Künstliche Intelligenz im Radio?

In der angeregten Diskussion, zuerst in großer Runde und danach noch in separaten Besprechungsräumen, kamen viele interessante Projektideen zur Sprache. Eine davon lieferte Prof. Michael Decker, Professor für Technikfolgenabschätzung und Leiter des Bereichs „Informatik, Wirtschaft und Gesellschaft“ am KIT: „Ich habe diese Woche zufällig ein Interview mit einem jungen Radio-Moderator in einer Abendsendung gehört. Der Moderator meinte, dass er abends deutlich mehr experimentieren könne, weil die Radio-Hauptnutzungszeit morgens ist. Nun wollte ich fragen, wie weit kann man da gehen? Könnte man eine von Künstlicher Intelligenz moderierte Sendung machen? Vielleicht auch in der Nacht? Wir hätten hier auch wissenschaftliche Partner, die an solch einem Projekt mitarbeiten würden.“ Die Antwort von Thomas Dauser, Leiter IDT: „Sehr spannend, kaufen wir!“

Fazit: Spannende Projektideen mit Potenzial

Das Fazit nach zwei Stunden Videokonferenz: Gelungene Veranstaltung mit konstruktiver Diskussion und vielen Impulsen, sich weiter zu vernetzen und Kooperation auf den Weg zu bringen.

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