Ein Mann sieht sich die Website mit den Kennzahlen des SWR an (Foto: SWR)

Organisation

Kennzahlen zur Finanzierung

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Der SWR finanziert sich größtenteils aus dem Rundfunkbeitrag, der derzeit 17,50 € monatlich beträgt. Dieser deckt 84,01 Prozent der SWR Gesamterträge. Der Rest wird durch Einnahmen aus Koproduktionen, Programmverwertungen, Kostenerstattungen und sonstigen betrieblichen Erträgen wie z. B. aus Werbung finanziert. Die nachfolgenden Darstellungen zeigen, wie der Rundfunkbeitrag verwendet wird.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Deutschland für 17,50 € im Monat

ARD, ZDF und Deutschlandradio bilden zusammen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Für 17,50 € im Monat bieten sie auf unterschiedlichen Kanälen und Plattformen ein vielfältiges Angebot. Im Ersten, im ZDF, in den Landesprogrammen der ARD, bei NDR, WDR, SR, rbb, hr, rb, MDR, SWR und BR sowie in 3sat, ARTE und PHOENIX, im KI.KA, in den digitalen Kanälen ZDFneo, ONE und tagesschau24 und natürlich auch im Hörfunk und im Internet.

Seit dem 1. April 2015 zahlt jeder Haushalt in Deutschland grundsätzlich einen Rundfunkbeitrag von 17,50 € im Monat. Vom Rundfunkbeitrag gehen 4,32 € an das ZDF, 0,48 € an das Deutschlandradio und 0,33 € an die Landesmedienanstalten, die davon die Aufsicht über die privaten Sender bestreiten. Alle ARD Rundfunkanstalten erhalten in ihrem Sendegebiet 12,37 € des Rundfunkbeitrags. Damit finanzieren sie ihre eigenen Programme in Hörfunk, Fernsehen und Internet sowie anteilig das Programm des Ersten und die Gemeinschaftsaufgaben der ARD.

Von den 12,37 €, die der SWR von jedem Beitragszahler im Südwesten erhält, fließen 3,90 € in ARD Gemeinschaftsaufgaben. Die ARD unterhält zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen, die von allen beteiligten Anstalten getragen werden. So zum Beispiel die Programmdirektion Erstes Deutsches Fernsehen in München, die ARD-Online-Koordination in Mainz, das ARD-Hauptstadtstudio in Berlin oder die ARD-aktuell-Redaktion in Hamburg, die für die Nachrichtensendungen Tagesschau, Tagesthemen oder Nachtmagazin verantwortlich ist. Gemeinsam werden auch Digitalprogramme verantwortet, der Beitragsservice unterhalten und Spielfilmlizenzen und Sportübertragungsrechte erworben.

Dem SWR verbleiben als Landesrundfunkanstalt 8,47 € zur Verwendung. Mit diesem Geld realisiert der SWR sein Programmangebot mit allem was dazugehört: Der Unterhalt von Sendern und Studios, Mitarbeitendenhonorierung, der Kauf von Übertragungs- und Urheberrechten ebenso wie Rechte an Spielfilmen und Sportveranstaltungen und noch viel mehr. Insgesamt verwendet der SWR über 6,24 € für die Programme, für Verwaltungsaufgaben wendet er lediglich 44 Cent auf.

Aus dem Rundfunkbeitrag wendet der SWR pro Monat 3,05 € für das SWR Fernsehen auf. Das SWR Fernsehen steht mit seinen beiden Programmen für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz für aktuelle und regionale Berichterstattung. Das SWR Fernsehen zeigt, was den Menschen im Sendegebiet wichtig ist, und bildet damit ihren Lebensraum ab. Rund ein Drittel des Programms ist speziell auf die beiden Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zugeschnitten. Die restlichen zwei Drittel sprechen mit vielen Programmangeboten das gesamte Sendegebiet an, sorgen aber auch für Weltläufigkeit durch überregionale Informationen, Spielfilme, unterhaltende und kulturelle Angebote.

Aus dem Rundfunkbeitrag wendet der SWR pro Monat 2,91 € für den Hörfunk auf. Der SWR verantwortet jeweils zwei landesbezogene Informations- und Regionalprogramme (SWR1 und SWR4), ein länderübergreifendes Kulturprogramm (SWR2), die Popwelle SWR3, das junge Programm DASDING und das Radioprogramm des multimedialen Nachrichtenangebots SWR Aktuell. Außerdem vereint der SWR unter der Marke SWR Classic seine Klangkörper und Festivals: das SWR Symphonieorchester, die SWR Big Band, das SWR Vokalensemble, das SWR Experimentalstudio, die Schwetzinger Festspiele, die Donaueschinger Musiktage und die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern.

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