Collage - australischer Feuerwehrmann schaut auf Flammen und Iranische Frau demonstriert (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Das sollten Sie wissen, wenn Ihr Reiseziel zur Krisenregion wird 3 Fakten zu Reisen in Krisenregionen

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In Australien wütet ein gewaltiges Buschfeuer. Eine Viertelmillion Menschen mussten deswegen ihre Häuser verlassen. Und Tausende Kilometer entfernt steht der Iran am Rande eines Krieges. 176 Insassen einer herkömmlichen Passagiermaschine starben durch eine Abfangrakete, weil man das Flugzeug versehentlich für eine Militär-Maschine hielt. Trotzdem sind beide Länder mit Messeständen auf der CMT vertreten. Wir haben zusammengefasst, was man bei solchen Reisen beachten sollte.

1. Was muss ich beachten, wenn ich in Länder mit Krisengebieten reise?

Da es verschiedene Arten von Krisen gibt, kommt das immer auf die Situation und aufs Land an. Bei Naturkatastrophen, wie jetzt zum Beispiel bei den Buschbränden in Australien, sollte man sich fernhalten von den Gebieten, wo es brennt oder wo akute Brandgefahr besteht. Man sollte aber auch die Gebiete meiden, wo der Brand-Rauch hinzieht. Das Auswärtige Amt sagt dazu, dass Reisende bei hoher Luftbelastung zum Beispiel Sport oder Anstrengung meiden sollten. Und wie die aktuelle Lage am jeweiligen Ort ist, sollten Urlauber auch über die lokalen Medien und auf Social Media immer im Blick haben. Außerdem sollte man unbedingt den Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte im Falle einer Evakuierung folgen.

2. Was ist wichtig bei politischen Krisen oder militärischen Konflikten in einem Land?

Bei politischen Krisen empfiehlt das Auswärtige Amt große Menschenansammlungen und Demonstrationen zu vermeiden, weil es dabei auch zu Gewalt kommen kann. Bei militärischen Auseinandersetzungen wie im Iran, wo sich die Sicherheitslage sehr schnell verändern kann, empfiehlt das Auswärtige Amt, dass Urlauber die Reise am besten verschieben sollten. Wenn man bereits vor Ort ist, müssen die Reisenden sorgfältig abwägen, ob sie ihre Reise fortsetzen.

Wenn man sich entscheidet im jeweiligen Land zu bleiben, dann besser keine Filmaufnahmen von öffentlichen Gebäuden, Demonstrationen oder Polizisten machen. Sonst kann man schnell als Spion gelten und strafrechtlich verfolgt werden. In Krisenregionen kann es schnell zu Einschränkungen im Flugverkehr kommen. Daher sollten Reisende besser immer im Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft sein, um Änderungen im Flugplan mitzubekommen. Die Reise- und Sicherheitshinweise für die einzelnen Länder und auch Reisewarnungen findet man auf der Internetseite des Auswärtigen Amts.  

3. Wie schnell sind Krisen vergessen?

Beispiel Sri Lanka. Am Ostersonntag des vergangenen Jahres hatten Terroristen dort eine Serie von Bombenanschlägen verübt. Damals sind 350 Menschen ums Leben gekommen und Hunderte wurden verletzt - mitten in einer bei Touristen beliebten Gegend. Nicht einmal ein Jahr später wird hier auf der CMT wieder kräftig die Werbetrommel für Sri Lanka als Urlaubsland gerührt. Am Sri Lanka-Stand wird auf unsere Nachfrage die Lage sehr positiv dargestellt: Es sei alles wieder gut unter einem neuen Präsidenten. Der Anschlag im Jahr 2019 spielt hier keine Rolle mehr. Auch viele Stand-Besucher machen sich keine Gedanken mehr wegen der Attentate. Das Auswärtige Amt rät jedoch auf seiner Internetseite immer noch zu Reisen „mit erhöhter Vorsicht“.

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