Koch Aaron Mozer steht im Stuttgarter Kasino (Foto: SWR)

18. Mai 2018, Interview Preisgekrönt - dritter Platz beim Prisecco-Pokal

Aaron Mozer, Auszubildender zum Koch beim SWR in Stuttgart, hat sich bei dem hoch dekorierten Gastronomiewettbewerb "Prisecco-Pokal" in Bad Überkingen gegen starke Konkurrenz aus der Sterneküche durchgesetzt und belegte einen hervorragenden dritten Platz. Für die SWR Mitarbeiter/innen kochte er den Hauptgang seines Siegergerichts, Rehbraten mit Kirschjus an Maronen und Sellerie-Kartoffelpüree am Donnerstag, den 17. Mai nochmal nach.

Auf welche Tugenden kommt es an, um die Konkurrenz aus der Sterneküche bei dem Prisecco-Pokal hinter sich zu lassen?

Da sind viele Dinge wichtig. Man sollte kreativ denken können, das Ganze in eine saubere Planung überführen und im Zweifel dennoch improvisieren können. Und dabei natürlich einen kühlen Kopf bewahren, auch unter Zeitdruck. Wenn man da nicht von Anfang an den Arbeitsplatz aufgeräumt und ordentlich hält, hat man eigentlich schon verloren, denn die Uhr läuft bei einem solchen Wettbewerb ja immer mit. Im Prinzip sind das aber alles Kompetenzen, die man genauso auch in einem Großbetrieb wie dem Kasino lernt.

Warum haben Sie mitgemacht?

Ich wollte einfach mal sehen, wo ich nach rund 2,5 Jahren Ausbildung stehe. Außerdem ist so ein Turnier eine gute Möglichkeit, um sich auf die praktische Ausbildungsprüfung vorzubereiten, die für mich im Sommer ansteht. Zwar stehen wir im Stuttgarter Kasino eng mit den Gästen in Kontakt und erhalten oft Feedback, dennoch wollte ich mich einfach mal mit anderen Azubis messen und zeigen, was ich kann.

Wie läuft so ein Gastronomiewettbewerb ab?

Ich hatte mich einfach mal um die Teilnahme am Pokal beworben und musste zunächst eine theoretische Prüfung bestehen. Zum Wettbewerb selbst wurden dann rund 40 Vorfinalisten zugelassen. Jeder Teilnehmer musste anhand eines festgelegten Warenkorbs ein Menü kreieren und dabei seine Kreativität unter Beweis stellen.

Und wie haben Sie die Komponenten schließlich interpretiert?

Als Vorspeise war beispielsweise der Einsatz von Zander vorgegeben. Ich habe aus dem frischen Fisch eine Ceviche gemacht, weil ich ursprünglich aus Südamerika komme und Ceviche dort eine sehr bekannte und beliebte Spezialität ist. Im Vorfeld habe ich mich daher nochmal mit ein paar Bekannten ausgetauscht, die sich mit Ceviche richtig gut auskennen. Denn auch wenn es eigentlich ein simples Gericht ist, muss man auf jedes Detail achten.

Wir danken Herrn Mozer für das Interview und gratulieren ganz herzlich!

STAND