Sophie Scholl (Luna Wedler) (Foto: SWR, ©SWR/BR/Sommerhaus/Rebecca Rütten)

@ichbinsophiescholl

Selfie-Modus und Zeichnungen: Umsetzung von Sophie Scholls Instagram-Kanal

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Wie erzählt Sophie Scholl auf ihrem Instagram-Kanal?

Auf dem Instagram-Kanal @ichbinsophiescholl erlebten die User*innen die Welt der Studentin Sophie Scholl radikal subjektiv und in Echtzeit. Radikal subjektiv, das heißt, Sophie drehte selbst, meist im Selfie-Modus und erzählte immer aus ihrer Perspektive. In Echtzeit bedeutet, wenn Sophie sich am Freitag um 11 Uhr entschloss, den Rest des Seminars zu schwänzen um an den See zu fahren, waren User*innen zur selben Zeit mit dabei.

Kombination verschiedener Medienarten

Die letzten zehn Monate im Leben von Sophie Scholl waren durch eine natürliche, beeindruckende Beschleunigung der Ereignisse geprägt. @ichbinsophiescholl wurde mit verschiedenen Medienarten bespielt. Geskriptetes und szenisch inszeniertes Bewegtbild wurde mit szenischen historischen Original-Elementen, ob Fotos, Nachrichtenmeldungen oder Propaganda-Material kombiniert. Das Bewegtbild wurde größtenteils in der Instastory gepostet und ist das Kernstück des Kanals.

Illustrationen von Künstlerin Édith Carron ergänzten den Auftritt

Das historische Originalmaterial teilte Sophie im Feed genauso wie Zeichnungen und Animationen – denn Sophie Scholl war eine talentierte Zeichnerin. Inspiriert von Original-Zeichnungen hat die Künstlerin Édith Carron Illustrationen erstellt, die den Kanal auf individuelle und sehr persönliche Weise ergänzten.

Blumen Bomber, Zeichnung von Édith Carron (Foto: SWR, © SWR/Èdith Carron/Sommerhaus Film)
Blumen Bomber, Zeichnung von Édith Carron © SWR/Èdith Carron/Sommerhaus Film

Mit Reels wie „Unboxing von Mamas Paket“ oder „Lifehack Trick 17“ wurde der Kanal plattformgerecht bespielt. Wochen-Zusammenfassungen als IGTV ergänzten das Bild der jungen, kreativen und willensstarken Frau im dunkelsten Abschnitt deutscher Geschichte.

Wie wurde @ichbinsophiescholl gedreht?

Gedreht wurde innerhalb von drei Wochen im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Mai. Zwei Filmteams unter der Leitung von Regisseur Tom Lass und Social Media Redaktionsleiterin Suli Kurban arbeiteten dafür parallel in historisch eingerichteten Motiven in Berlin und München.

Das Material wurde Hochkant (9:16) aufgezeichnet und zum Großteil aus der subjektiven Perspektive der Hauptdarstellerin Luna Wedler als Sophie Scholl unter Anleitung von Kameramann Johannes Louis selbst gedreht.

Am Set mit Regisseur Tom Lass und Sophie Scholl (Luna Wedle (Foto: SWR, ©SWR/BR/Sommerhaus/Rebecca Rütten )
Am Set mit Regisseur Tom Lass und Sophie Scholl (Luna Wedler) ©SWR/BR/Sommerhaus/Rebecca Rütten Bild in Detailansicht öffnen
Hans Scholl, gespielt von Max Hubacher, im Gespräch mit Regisseur Tom Lass im Lichthof der Universität München. ©SWR/BR/Sommerhaus/Rebecca Rütten Bild in Detailansicht öffnen
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