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Schreiben Sie Weihnachtskarten? Ich war immer ein sehr eifriger Karten-Schreiber und wusste nicht, wie ich das in meinem neuen Job handhaben würde. Man könnte ja fragen, was sollen diese jedes Jahr gleichen Kerzen-/Schnee- und Christbaum-Motive mit gestanzten Gruß-Formulierungen? Hier also ein Einblick in meine Karten-Strategie.

Weihnachtskartenstapel (Foto: SWR)
Stapel von Weihnachtskarten

Eines vorweg: Ich freue mich über Karten (siehe oben). Betonung auf Karten. Elektronische Weihnachtsmails mit Sammelverteiler finde ich tatsächlich überflüssig – unpersönlicher geht’s nicht. Auch Karten, die ausschließlich den aufgedruckten Merry-Christmas-Text enthalten, finde ich öde. Die vorgefertigte Weihnachtskarte mit lediglich einer handgeschriebenen Unterschrift macht die Sache nicht viel besser, aber immerhin betreten wir hier den Sektor der persönlichen Grüße. Ich mag es sehr, wenn Menschen mir ein paar persönliche Zeilen widmen. In diesem Jahr waren das beispielsweise Grüße aus dem Norden.

Weihnachtskarte an Kai Gniffke: "Hamburg vermisst Sie!" (Foto: SWR)
"Hamburg vermisst Sie!"

Aus diesem Karten-Nutzerverhalten leite ich meine eigene Strategie ab. Bei mir geht keine Karte raus, auf der ich nicht wenigstens einen Satz selbst geschrieben habe. Das kostet ein paar Stunden, die ich mir vor allem am Wochenende nehme und dann tatsächlich Dutzende von Karten schreibe. Ich finde das Jahresende eine gute Gelegenheit, um die Begegnungen oder die Zusammenarbeit zu bilanzieren und auch Dankeschön zu sagen. Dem Empfänger möchte ich signalisieren: Ich habe mir die Zeit für Dich genommen, weil Du mir wichtig bist. Und weil man es im Alltag ja doch nicht tut. Deshalb bin ich Weihnachtskartenüberzeugungstäter und möchte auch Sie an meiner Merry-Christmas-Manie teilhaben lassen:

Weihnachtskarte von Kai Gniffke an die User (Foto: SWR)
"Schöne Weihnachten!"
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