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Die Geburt der Kunst – Die Chauvet-Grotte in der Ardèche

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AUTOR/IN
Bettina Kaps

Vor 20 Jahren entdeckten Höhlenforscher in der Schlucht der Ardèche Felsmalereien, die alles übersteigen, was bisher in Europa gefunden wurde: 425 Tierdarstellungen bevölkern die Wände der Chauvet-Grotte: Löwen, Bisons, Wollnashörner, Mammuts, Höhlenbären.

Die Fresken sind 36.000 Jahre alt und zählen zu den frühesten und ausgefeiltesten Höhlenmalereien der Welt. Die Techniken der steinzeitlichen Künstler, ihr routinierter Umgang mit Farben und die Komposition der Bilder widerlegen die bisherige Lehrmeinung, dass sich prähistorische Kunst nur sehr langsam und linear entwickelt habe. Die Darstellungen liefern auch neue Erkenntnisse über längst ausgestorbene Tiere wie den Höhlenbären und den Höhlenlöwen.

Produktion 2014

Zeitwort 18.12.1994: Die Chauvet-Höhle mit Felsmalereien wird entdeckt

Mammuts, Wildpferde und viele andere Tiere sind auf Felswände gemalt oder in den Stein geritzt. Sie gehören zu den ältesten und schönsten Kunstwerken der Welt.

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Archäologie: aktuelle Beiträge

Archäologie Fund in Süddeutschland: Mittelalterliche Spielesammlung ausgegraben

Ein Team von Archäolog*innen hat in einer bislang unbekannten Burganlage im Kreis Reutlingen eine fast 1000 Jahre alte Spielesammlung ausgegraben. Darunter eine Schachfigur, ein Würfel und vier Spielsteine. Ein seltener Fund, der Einblicke in die Spielkultur des Mittelalters liefert.
Christine Langer im Gespräch mit Dr. Lukas Werther, Deutsches Archäologisches Institut, Frankfurt am Main.

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Paläontologie: aktuelle Beiträge

Paläontologie Tübinger Forscher entdecken bisher kleinste Menschenaffenart im Allgäu

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Tübinger Paläontologin Madelaine Böhme hat im Ostallgäu Knochen der bisher kleinsten bekannten Menschenaffenart entdeckt. Das Forschungsteam nannte die neue Art „Buronius manfredschmidi“. Sie lebte vor etwa 11,6 Millionen Jahren.

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Paläontologie Wie bestimmt man aufgrund einzelner Fossilien die Dinosaurierart?

Es gibt verschiedene Methoden, Dinosaurierknochen zu identifizieren. Dafür macht man Dünnschliffe; dann sieht man aufgrund der Knochenstruktur im Dünnschliff, dass es sich um einen Reptilienknochen handelt, also einen Dinosaurierknochen. Der ist ganz charakteristisch gebaut. Von Eberhard Frey | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

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Bettina Kaps