Unter dem Motto „Worte bewegen Welten" lädt Leipzig dieses Jahr zur Buchmesse. Gastland ist Norwegen, das wir im Lesenswert Magazin von seinen unbekannten Seiten kennen lernen.
Eine harte Jugend in Oslos Vororten
Kurze, knappe Sätze. Eine Sprache voll mit Slang und gemischt mit englischen, arabischen und somalischen Wörtern. Vier Jungs, die dealen, die Schule schwänzen und träumen. Das ist der Roman „bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann" des norwegischen Autors Oliver Lovrenski.
Er war 19 Jahre alt, als sein Buch in Norwegen erschien. Lovrenski traf damit einen Nerv: Endlich jemand, der ungeschönt über die ungemütlichen Seitens Oslos schreibt. Wir sprechen mit dem Shooting Star.
Historienroman über die Minderheit der Kvenen
Ingeborg Arvola führt in ihrem preisgekrönten Roman „Der Aufbruch" in die Finnmark des 19. Jahrhunderts. Die Schriftstellerin, die in Oslo lebt, stammt selbst aus dem äußersten Norden Norwegens und sehnte sich beim Schreiben zurück an die Orte und die Zeit ihrer Kindheit.
Holger Heimann hat die Autorin in Norwegen getroffen.
Fingernägelknabber-Literatur
Barbi Markovic hat vergangenes Jahr mit ihrem Roman „Minihorror" den Leipziger Buchpreis gewonnen und seitdem scheint Horrorliteratur zu boomen.
Susan Barker legt jetzt mit „Old Soul" einen Horrorroman über Identität, Vergänglichkeit und das Grauen des ewig Wiederkehrenden vor - eine Mischung für literarische Feingeister und Genre-Fans.
Kristine Bilkau gewinnt Preis der Leipziger Buchmesse
In drei Kategorien werden die Preise der Leipziger Buchmesse verliehen: Sachbuch, Übersetzung und Belletristik. Wir sprechen mit der Belletristik-Gewinnerin Kristine Bilkau über ihren Roman „Halbinsel".
Darin schreibt sie über eine Mutter-Tochter-Beziehung und die drängenden Themen unserer Zeit. Ein Buch über „die Einsamkeit des Alterns und die Hoffnung auf Versöhnung", so die Jury des Buchpreises.
Uwe Timm wird 85
Uwe Timm gilt als literarischer Chronist der Bunderepublik und ihrer Vorgeschichte und als kritischer Beobachter seiner Zeit. Nun feiert der Schriftsteller seinen 85. Geburtstag und wir gratulieren.
Abgründiges 200 Seiten-Meme
Svea Mausolf ist die deutsche Meme-Queen auf Instagram: Dort folgen ihr mehr als 280.000 Menschen und schauen mit ihr in die Abgründe, die hinter weißen Spitzengardinen und Reihenhausvorgärten lauern.
Ihren provokanten Witz breitet sie jetzt auch in ihrem ersten Roman aus: „Image" ist ein wilder Trip voll mit Gesellschaftskritik und scheiternden menschlichen Existenzen. Nichts für schwache Nerven!
Fazit zur Buchmesse
Was waren die Debatten, Themen, Trends der Leipziger Buchmesse 2025? Wir sprechen mit unserem Messe-Reporter Carsten Otte.