Tagesgespräch

Pulse of Europe: Druck von Rechtsextremisten nicht unterschätzen

Stand
Autor/in
Vanja Weingart

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der pro-europäischen Initiative Pulse of Europe, Stephanie Hartung, befürchtet, dass bei der Europawahl im kommenden Juni rechte Parteien Stimmen hinzugewinnen könnten.

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Im SWR2-Tagesgespräch sagte Hartung: "Für rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien bietet es sich an, dass die EU als Problemerzeuger herhalten muss, als Ursprung allen Übels." Mit der Europäischen Union als Thema lasse sich rechtspopulistischer Wahlkampf "leider sehr gut führen", da mit den Ängsten von Menschen gearbeitet werde.

Druck der Rechtsextremisten nicht unterschätzen

"Den Druck, den Rechtsextremisten auf die EU ausüben, darf man nicht unterschätzen", so Hartung. Man müsse sich mit ihnen auseinandersetzen. Es dürfe dabei jedoch nicht die Energie verloren gehen, sich "für" etwas einzusetzen.

Europa hat Kommunikationsdefizit

Nach Ansicht der stellvertretenden Pulse of Europe-Vorstands-Vorsitzenden hat Europa "ein ganz großes Kommunikationsdefizit: Es passieren tolle Dinge in Europa, es wird jedoch viel zu wenig darüber gesprochen." Die Kritik an der Europäischen Union sei immer viel lauter und lasse sich viel besser für Parteien instrumentalisieren als das, was in Europa gut sei.
Was Europabefürworter und Parteien der politischen Mitte ihrer Meinung nach tun müssen, sagt Stephanie Hartung im SWR2-Tagesgespräch mit Vanja Weingart.

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Vanja Weingart