Donaueschinger Musiktage 2019 Eröffnungskonzert Donaueschinger Musiktage

3 | Konzert
Livestream auf SWRClassic.de ab 20 Uhr

Datum:
Beginn:

Ort:
Baarsporthalle
Humboldtstraße 3
78166 Donaueschingen
Normalpreis:
31,00 Euro
Schüler und Studenten:
15,00 Euro
SWR2 Kulturkarte:
24,80 Euro
Tickets kaufen
Programm:
Livestream ab 20 Uhr auf SWRClassic.de | Uraufführungen von Shlomowitz, Pelzel und Steen-Andersen

Matthew Shlomowitz
Glücklich, Glücklich, Freude, Freude für Tasteninstrument und Orchester
(Uraufführung / Kompositionsauftrag des SWR)
Michael Pelzel
Mysterious Benares Bells für Orchester mit Elektronik
(Uraufführung / Kompositionsauftrag des SWR mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia)
Simon Steen-Andersen
TRIO für Orchester, Bigband, Chor und Video
(Uraufführung / Kompositionsauftrag des Dänischen Rundfunks und des SWR)
Mitwirkende:
Mark Knoop, Tasteninstrumente
SWR Big Band (Thorsten Wollmann, Dirigent)
SWR Vokalensemble (Michael Alber, Dirigent)
SWR Experimentalstudio
SWR Symphonieorchester
Dirigent: Emilio Pomàrico

Bildergalerie Eröffnungskonzert der Donaueschinger Musiktage 2019

Matthew Shlomowitz (Foto: SWR, Dimitri Djuric)
Das Eröffnungskonzert der Donaueschinger Musiktage 2019 beginnt mit der Uraufführung von "Glücklich, Glücklich, Freude, Freude" von Matthew Shlomowitz. Der 1975 in Australien geborene Komponist lehrt an der Universität von Southampton und ist zusammen mit Joanna Bailie Leiter des Londoner Ensembles Plus-Minus. Dimitri Djuric Bild in Detailansicht öffnen
"Mysterious Benares Bells" ist ein neues Werk von Michael Pelzel für Orchester mit Elektronik. Der 1978 geborene Schweizer studierte Komposition u. a. bei Georg Friedrich Haas und Wolfgang Rihm. Manu Theobald Bild in Detailansicht öffnen
Die Besetzung von Simon Steen-Andersens "TRIO" sieht neben Orchester, und Chor auch eine Big Band – in diesem Fall die SWR Big Band – vor. Aufsehen erregte der dänische Komponist 2014 bei den Musiktagen mit seinem "Piano Concerto" und dem darin projizierten Film eines Flügelsturzes in super-slow-motion. Christian Vium Bild in Detailansicht öffnen
Emilio Pomàrico gilt als unbestrittene Autorität im Bereich der zeitgenössischen Musik. Der argentinische Komponist und Dirigent ist regelmäßiger Gast bei den Donaueschinger Musiktagen. Ralf Brunner Bild in Detailansicht öffnen
Das SWR Symphonieorchester ist 2016 aus dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR und dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg hervorgegangen. Letzteres hatte bei den Donaueschinger Musiktagen seit 1950 (damals noch als "SWF-Sinfonieorchester") hunderte von Orchesterwerken zur Uraufführung gebracht. Bild in Detailansicht öffnen
Das SWR Vokalensemble hat eine langjährige Verbundenheit mit dem Festival. Schon ein Jahr nach seiner Gründung sang das Ensemble 1947 unter dem Namen "Kammerchor von Radio Stuttgart" die Uraufführung "Des Friedens Geburt" von Hugo Herrmann bei den Donaueschinger Musiktagen. SWR - Klaus Mellenthin Bild in Detailansicht öffnen
Die SWR Big Band wurde 1951 von Erwin Lehn als "Südfunk-Tanzorchester" gegründet und hat seitdem ihr stilistisches Spektrum stark erweitert. Mittlerweile mit vier Grammy-Nomminierungen ausgezeichnet, hat die SWR Big Band mit Jazzgrößen wie Miles Davis, Chick Corea, Chet Baker und Pat Metheny gespielt, aber auch Projekte mit anderen Stilrichtungen, vertreten durch z. B. Patti Austin, Mousse T., Paul Carrack oder Götz Alsmann realisiert. Bild in Detailansicht öffnen
Auch das 1971 gegründete SWR Experimentalstudio ist langjähriger Partner der Donaueschinger Musiktage. Es versteht sich als forschender Klangkörper, der während der Entstehung und Einrichtung der Werke eng mit den Komponist*innen zusammenarbeitet, um dann meist auch bei der Aufführung als Interpreten (Live-Elektronik) in Erscheinung zu treten. SWR - Anja Limbrunner Bild in Detailansicht öffnen

Wer heute für Orchester komponiert, der denkt die Geschichte des Orchesters immer mit. Wie ist das Orchester entstanden? Welchen Symbolgehalt hat die Musikergemeinschaft? Wie sind die großen Orchesterwerke vergangener Jahrhunderte gemacht? Die Antworten auf diese Fragen fallen freilich immer wieder anders und überraschend aus. Es können ironische und entlarvende Werke sein wie in "Glücklich Glücklich Freude Freude" des australischen Komponisten Matthew Shlomowitz. Michael Pelzel hingegen arbeitet mit dem SWR Experimentalstudio an Möglichkeiten, den Klang zu entgrenzen und aufzulösen. Simon Steen-Andersen schließlich konfrontiert das Orchester des Rundfunks, aber auch seinen Chor und seine Bigband mit ihren historischen Vorläufern mit Aufnahmen aus dem Fernseharchiv des SWR.

Anyone who composes for orchestra today always thinks the history of the orchestra along. How did the orchestra come into existence? What symbolic content is imbedded in the musical community on stage? How are the great orchestral works of past centuries made? The answers to these questions are of course always different and often surprising. Ironically revealing works can be created, as Glücklich, Glücklich, Freude, Freude by Australian composer Matthew Shlomowitz. Michael Pelzel works with SWR Experimentalstudio on ways to delimit and dissolve sound. Simon Steen- Andersen finally confronts the radio orchestra, but also its choir and big band with their historical forerunners in film footage from the SWR television archive.

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