Festival | Schwetzingen Trio Ottensamer

Datum:
Beginn:

Einführung: 18.30 Uhr, Jagdsaal
Ort:
Mozartsaal
Schloss
Schloss Schwetzingen
68723 Schwetzingen
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Programm:
Werke von Mendelssohn, Schumann, Brahms u. a.

Max Bruch (1838–1920)
Acht Stücke op. 83 (Auswahl)

Johannes Brahms (1833–1897)
Drei Intermezzi für Klavier op. 117

Robert Schumann (1810–1856)
Adagio und Allegro für Horn und Klavier op. 70

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Lieder ohne Worte (Auswahl)

Carl Reinecke (1824–1910)
Trio für Klarinette, Horn und Klavier B-Dur op. 274
Mitwirkende:
Andreas Ottensamer, Klarinette
Paolo Mendes, Horn
Julien Quentin, Klavier

Trio Ottensamer, Mendes, Quentin

Andreas Ottensamer (Foto: Katja Ruge -)
Der Klarinettist Andreas Ottensamer Katja Ruge - Bild in Detailansicht öffnen
Der Hornist Paolo Mendes Agentur - Bild in Detailansicht öffnen
Der französische Pianist Julien Quentin Julien Mignot - Bild in Detailansicht öffnen


Das romantische Trio: Klarinette und Horn ersetzen Violine und Violoncello als Partner des Klaviers. Beide sind auf ihre Art romantische Instrumente: das Horn als Klangzeichen der Natur, des Drangs ins Freie und in die Weite; die Klarinette durch ihre Fähigkeit zur Charakterverwandlung, je nachdem, ob sie in hoher oder tiefer Lage, mit geläufiger Virtuosität oder ruhiger Gesanglichkeit gespielt wird. Beide erfuhren im 19. Jahrhundert eine Emanzipation: Die Klarinette setzte sich, nachdem sie zum festen Bestand des Orchesters gehörte, mehr und mehr auch solistisch durch; das Horn gewann durch die Erfindung der Ventiltechnik eine Wendigkeit, mit der es sich für konzertante und kammermusikalische Aufgaben geradezu anbot. Stilistisch kreist das Programm der philharmonischen Solobläser mit ihrem Klavierpartner um Mendelssohn und Schumann: Max Bruchs Triostücke op. 83 sind Lieder ohne Worte in Mendelssohnscher Tradition, Beispiele bester musikalischer Poesie. Carl Reinecke, aus dem heutigen Hamburg gebürtig wie Johannes Brahms, lernte die beiden Romantiker in Leipzig kennen und betrachtete sie zeitlebens als Vor- und Leitbilder. "Ich würde nicht dagegen opponieren, wenn man mich einen Epigonen nennt", kommentierte er lapidar.

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