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Datum:
Beginn:

Ort:
Dreifaltigkeitskirche
Große Himmelsgasse 3A
67346 Speyer
Programm:
Johannes Brahms (1833–1897)
Vier Quartette für Chor und Klavier op. 92 und 112
Carlos Bermejo (*1965)
"Früh kommt die Nacht" für Klavier zu vier Händen und 16 Stimmen (Uraufführung, Kompositionsauftrag)
Heinz Holliger (*1939)
"Die Jahreszeiten" für Chor a cappella kombiniert mit
Epigramme für vier Stimmen auf einen Text von Friedrich Hölderlin (Uraufführung)
Johannes Brahms
Schicksalslied für Chor und Orchester op. 54, Fassung für Chor und Klavier
Mitwirkende:
SWR Vokalensemble
Yukiko Sugawara & Tomoko Hemmi, Klavier
Yuval Weinberg, Dirigent

Hölderlin-Gesänge III

Designierter Chefdirigent des SWR Vokalensembles: Yuval Weinberg. (Foto: Klaus Mellenthins)
Designierter Chefdirigent des SWR Vokalensembles: Yuval Weinberg. Klaus Mellenthins Bild in Detailansicht öffnen
Die Pianistin Yukiko Sugawara. Lachenmann Bild in Detailansicht öffnen
Die Pianistin Tomoko Hemmi. Bild in Detailansicht öffnen
SWR Vokalensemble SWR - Klaus Mellenthin Bild in Detailansicht öffnen

Im Schickalslied treffen sie sich, der Dichter Friedrich Hölderlin und der Komponist Johannes Brahms, und bleiben doch auf Distanz. Hölderlins Hyperion-Text endet mit dem Sturz der Menschen ins Ungewisse; Brahms lässt diesem die Sicht aufs Hoffnungslicht der Genien folgen und wandelt so die Perspektive. Der Weg zu diesem Werk führt von Brahms’ Quartetten und Chören über zwei neue Kompositionen. Der Spanier Carlos Bermejo komponierte eine klangräumliche Reflexion über Brahms und sein letztes Stück aus Opus 104. Heinz Holliger, der Schweizer Komponist, Dirigent und Oboist, setzte sich immer wieder mit Friedrich Hölderlin und seinen Sprachkunstwerken, besonders mit den Gedichten auseinander, die jener im Tübinger Turm schrieb, mit "Scardanelli" signierte und irgendwann zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert datierte. Es gibt in Holligers Oeuvre so etwas wie einen "Hölderlin-Klang" – eine künstlerische Wahlverwandtschaft.

Der Kompositionsauftrag an Carlos Bermejo wurde finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

SWR2 Kulturkarte

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