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Datum:
Beginn:

Ort:
Mozartsaal
Schloss
Schloss Schwetzingen
68723 Schwetzingen
Programm:
Friedrich Hölderlin und sein Nervenarzt Justinus Kerner

Robert Schumann (1810–1856)
Zwölf Lieder nach Gedichten von Justinus Kerner op. 35
Josef Matthias Hauer (1883–1959)
Hölderlin-Lieder op. 6 und op. 12
Viktor Ullmann (1898–1944)
"Abendphantasie" nach einem Gedicht von Friedrich Hölderlin
Hanns Eisler (1898–1962)
Hölderlin-Fragmente aus dem "Hollywooder Liederbuch"
Mitwirkende:
Holger Falk, Bariton
Hilko Dumno, Klavier

Der Bariton Holger Falk. (Foto: Kaupo Kikkas)
Der Bariton Holger Falk. Kaupo Kikkas

Für ein Gedicht blieb Justinus Kerner berühmt, weil es als Volkslied gesungen und in Robert Schumanns Komposition zu einem Symbol des Freisinns wurde: "Wohlauf, noch getrunken den funkelnden Wein!" Über dem forschen Marsch- und Wanderton vergaß man leicht, worauf er zielte: "Es treibt in die Ferne mich mächtig hinaus!" So klingt die manische Version des Lebensgefühls, dessen Schattenseite Friedrich Hölderlin als "fremd im eigenen Land" beschrieb. Kerner kannte Hölderlin. Er betreute ihn als Medizinstudent, als jener »nervenkrank« in die Authenriethsche Anstalt in Tübingen eingewiesen wurde. Kerner gab dem Älteren die Medikamente und beobachtete ihn, bis jener beim Schreiner Zimmer die Turmstube mit Neckarblick bezog. Hölderlin wurde posthum zum Dichter der Komponisten, die neuen Ausdruck suchten – oder suchen mussten, weil sie »in dieFerne mächtig hinaus« getrieben wurden. Eine treffende Auswahl aus dem Fundus der Verfolgten und Verbannten rahmen Holger Falk und Hilko Dumno mit Schumanns Opus 35, in dem sich an Position drei das Wanderweinlied findet.

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