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Datum:
Beginn:

Ort:
Mozartsaal
Schloss
Schloss Schwetzingen
68723 Schwetzingen
Programm:
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Drei Choralvorspiele für Streichquartett, bearbeitet von Franz Beyer
Luigi Nono (1924–1990)
Fragmente – Stille, An Diotima
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Streichquartett a-Moll op. 132
Mitwirkende:
Quatuor Diotima
Yun-Peng Zhao, Violine
Constance Ronzatti, Violine
Franck Chevalier, Viola
Pierre Morlet, Violoncello

Quatuor Diotima (Foto: SWR)
Quatuor Diotima

Das Ensemble rückt seine Namensgeberin ins Zentrum: Diotima, die meist ferne Geliebte, auf die Hyperion in Friedrich Hölderlins Briefroman seine Ideale richtet, und der er sein Scheitern in der Wirklichkeit klagt. Luigi Nono machte An Diotima zur Tragödie und zur hohen Schule des Hörens. Nicht laute Überwältigung, sondern der Magnetismus der Stille und die Erforschung ihrer Ausstrahlung wurden zum Leitbild seiner ästhetischen Wende. Das Zusammenspiel von gespannter Achtsamkeit der Hörenden und einer sorgfältig disponierten Gedankenbewegung des Werkes wirkt auch als Wunschbild hinter den späten Choralvorspielen Johann Sebastian Bachs; im Streichersatz erfahren sie neue innere Belebung. Die radikale Wendung nach innen als Voraussetzung musikalischer Expressivität steht im Zentrum von Beethovens spätem a-Moll-Quartett und gibt dem Kosmos des Verschiedenen den inneren Zusammenhalt.

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