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Mozartsaal
Schloss Schwetzingen
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Programm:
Texte von Horaz, Thomas von Aquin, Cesare Pavese, Adonis, Ingeborg Bachmann und Rainer Maria Rilke und Musik von Gabriel Fauré, John Dowland, Enno Poppe, Manfred Trojahn und Maurice Ravel
Mitwirkende:
Udo Samel Sprecher
Oliver Wille Violine
Markus Becker Klavier

Der Kontrapunkt zum Opernabend des RIAS Kammerchors am 23. Mai. Zweimal in kurzer Folge beschäftigte sich der Düsseldorfer Komponist Manfred Trojahn mit dem Orpheus-Mythos. Nach den Chorliedern von 2019 wandte er sich dem Widerhall der antiken Sage bei Rainer Maria Rilke zu. Zu sechs der 55 "Sonette an Orpheus" schrieb er sechs Adagios, Musikstücke des Typus, der die Idee des Gesangs am deutlichsten bewahrt. Rilkes Verse werden nicht gesungen, sondern gesprochen und so in ihrer eigenen, eigentümlichen Musikalität belassen. Trojahns Stück gibt die Struktur des gesamten Programms vor. Die literarischen Variationen über Orpheus werden von Musik umgeben. Sie stammt, wie die Texte, aus verschiedenen Epochen. Die Poesie reicht von der römischen Antike bis zu Ingeborg Bachmann und dem syrisch-libanesischen Dichter Adonis (bürgerlich Ali Ahmad Said), die Musik von John Dowlands orphischen Klagen bis zu Enno Poppes Geigensolo "Schmalz" und zum Jazz in Markus Beckers Improvisation und in Ravels "Blues". Die Hauptlinie zieht Gabriel Faurés erste Violinsonate, die einst als Wiedergeburts-Urkunde der französischen Kammermusik gefeiert wurde, gleichsam als orphisch-freudige Befreiung aus empfundenem künstlerischem Dunkel.

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