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Datum:
Beginn:

Einführung: 18:30 Uhr, Jagdsaal
Ort:
Mozartsaal
Schloss Schwetzingen
68723 Schwetzingen
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Vorverkauf:
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Vorverkaufsbeginn:
Programm:
»Von Igor Strawinsky bis Carl Philipp Emanuel Bach«

Igor Strawinsky 1882 – 1971
Zirkus Polka, komponiert für einen jungen Elefanten

Theodor W. Adorno 1903 – 1969
Adagietto. Hommage à Bizet

Leoš Janáček 1854 – 1928
Der goldene Ring

Franz Schubert 1797 – 1828
Sonate B-Dur D 960

und Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Ludwig van Beethoven, Robert Schumann, Anton Bruckner, Max Reger, Darius Milhaud, Pjotr Tschaikowski, Sergej Rachmaninow, Alexander Skrjabin Edvard Grieg und Stefan Wolpe
Mitwirkende:
Klavierabend
Alexander Lonquich

Als Alexander Lonquichs Doppel-CD Schubert 1828 mit den letzten drei Klaviersonaten, darunter der Großen in B-Dur, 2018 erschien, war sich die Kritik ausnehmend einig: Hier hatte sich ein gebildeter, erfahrener Künstler noch einmal gründlich mit der Gedankenwelt des 31-Jährigen Schubert auseinandergesetzt und in intensivem Studium zu einer eigenen Interpretation gefunden, die sich von Manierismen frei hält. Was Schumann einst über Schuberts letzte Symphonie schrieb, gilt für dessen letzte Sonate nicht minder: Sie gleiche einem Roman in vier Bänden oder Kapiteln. Dem musikalischen Erzählwerk, das sich teils in die Zeit verströmt, teils Pausen und Abbrüche setzt, das Gedanken umkreist und ihren Kern lang verschweigt, stellt Lonquich einen gegensätzlich strukturierten Programmteil voran: ein imaginäres Ballett der kleinen Formen. Es springt von Strawinskys Polka für einen amerikanischen Zirkus zurück in die Romantik, in die Frühklassik und die Frühmoderne und kommt bei Leoš Janáčeks musikalisch letztem Wort an. Erinnerungsbilder sind darunter, Experimente mit der musikalischen Zeit, auch Stücke des Abschieds. Verwirklicht wird, was Theodor W. Adorno einmal eine Ästhetik der Konstellationen nannte.

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