Residenzkünstler 2020 Isabelle Faust

Residenzkünstlerin 2020: Die Geigerin Isabelle Faust (Foto: Felix Broede)
Residenzkünstlerin 2020: Die Geigerin Isabelle Faust Felix Broede

Ihr geht es um nichts anderes als um die Essenz der Musik. Geradlinig und ohne jedes Brimborium hat sie sich den Weg an die Weltspitze der Geigenszene gebahnt. Und noch heute, wo sie eine der gefragtesten Geigerinnen ihrer Zeit ist, liegt es ihr denkbar fern, viel Aufhebens um die eigene Person zu machen.

"Schwetzingen ist ein Stück Heimat für mich", sagt die im schwäbischen Gerlingen aufgewachsene Isabelle Faust zwar mit Blick auf ihre Kindheitserinnerungen an den wunderbaren, weitläufigen Park, den sie mit ihrer Familie oft besuchte.

Nachdem Isabelle Faust in sehr jungen Jahren Preisträgerin des renommierten Leopold-Mozart-Wettbewerbs und des Paganini-Wettbewerbs geworden war, gastierte sie schon bald regelmäßig bei den bedeutendsten Orchestern der Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Chamber Orchestra of Europe und dem Freiburger Barockorchester. Dabei entwickelte sich eine enge und nachhaltige Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Giovanni Antonini, Frans Brüggen, Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Philippe Herreweghe, Andris Nelsons.

Isabelle Fausts künstlerische Neugier schließt alle Epochen und Formen instrumentaler Partnerschaft ein. Dabei dringt sie feinsinnig zum Wesen der Werke vor, die sie interpretiert. Neben den großen sinfonischen Violinkonzerten sind das zum Beispiel Schuberts Oktett, das sie zusammen mit Anne Katharina Schreiber, Antoine Tamestit, Danusha Waskiewscz, Jean-Guihen Queyras und Christian Poltéra in Schwetzingen spielen wird. Mit großem Engagement widmet sich Isabelle Faust auch zeitgenössischer Musik. Für die nächsten Spielzeiten sind Uraufführungen von Péter Eötvös, Brett Dean oder Oscar Strasnoy in Vorbereitung. Viele von Isabelle Fausts CD-Einspielungen wurden von der Kritik hoch gelobt und auch mit Preisen wie dem Diapason d’or, dem Gramophone Award und dem Choc de l’année ausgezeichnet. Die jüngsten Aufnahmen umfassen Johann Sebastian Bachs Violinkonzerte mit der Akademie für Alte Musik Berlin und das Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy mit dem Freiburger Barockorchester unter Pablo Heras-Casado. 2018 erschien eine Aufnahme von Johann Sebastian Bachs Sonaten für Violine und Cembalo, eingespielt mit Kristian Bezuidenhout, der Isabelle Faust gemeinsam mit Kristin von der Goltz und Elizabeth Kenny bei ihrem zweiten Schwetzinger Konzert begleiten wird.

Die Geigerin Isabelle Faust. (Foto: Simon van Boxtel)
Residenzkünstlerin 2020: Die Geigerin Isabelle Faust. Simon van Boxtel

Das dritte Schwetzinger Konzerte wird Isabelle Faust mit dem Pianisten Alexander Melnikov, ebenfalls Residenzkünstler 2020, bestreiten. Mit ihm verbindet Isabelle Faust eine langjährige und intensive künstlerische Partnerschaft. In Schwetzingen sind beide mit einem reinen Beethoven- Programm zu erleben, das an eine kleine Sensation vor gut zehn Jahren anknüpft, als die beiden mit ihrer Gesamtaufnahme der Violinsonaten ein neu durchdachtes Beethovenbild entwarfen.

Isabelle Faust wurde 1972 in Esslingen geboren und studierte bei Christoph Poppen und Dénes Zsigmondy. Sie war Preisträgerin des renommierten Leopold-Mozart- Wettbewerbs und des Paganini- Wettbewerbs. Beide Auszeichnungen beförderten ihre internationale Karriere. Schon bald gastierte sie bei den bedeutendsten Orchestern der Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Chamber Orchestra of Europe und dem Freiburger Barockorchester. Ihr Repertoire reicht von Johann Sebastian Bach bis zu Werken zeitgenössischer Komponisten. Viele ihrer CD-Einspielungen wurden mit wichtigen Preisen geehrt, darunter der Diapason d’or, der Gramophone Award oder der Choc de l’année.

STAND