Klanginstallation Wetterorgel

Der Mannheimer Hof war nicht nur ein Ort musikalischer, sondern auch meteorologischer Avantgarde: 1780 gründete Carl Theodor die Societas Meteorologica Palatina und ließ täglich Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit messen. Weltweit ließ er einheitlich ausgestattete Wetterstationen errichten und die Werte um 7, 14 und 21 Uhr Mannheimer Zeit ablesen. Die erstmals systematisch erhobenen Wetterdaten waren späteren Meteorologen eine wichtige Grundlage für die Berechnung von Klimazonen und Wetterkarten.

Klanginstallation

Die Holzpfeifen bilden das Herzstück der Wetterorgel. (Foto: SWR)
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Erste Skizzen und Baupläne der Wetterorgel Georg Nussbaumer Bild in Detailansicht öffnen
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Die von Georg Nussbaumer erdachte "Wetterorgel" holt sich die Daten aus der nächsten Umgebung, dem Schwetzinger Schlosspark. Die permanenten Veränderungen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit, Windstärke und -richtung, Luftdruck etc. werden in einen 'ewigen' Orgelklang übersetzt und bündeln sich zu einem unendlichen Madrigal kontrapunktisch auf- und absteigender Stimmen. Steigt nun die Temperatur oder sinkt die Luftfeuchtigkeit, so wird eine der Pfeifen höher, eine andere tiefer. Es entsteht ein langsam sich wandelnder Cluster mit sich verändernden Schwebungen. Die Orgel – Instrument des ewigen Atems – macht das Leben der Atmosphäre hörbar.

Christine Schörkhuber, künstlerische Mitarbeit

Auftragswerk der Schwetzinger SWR Festspiele
Mit Unterstützung des SKE Fonds

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