SWR Experimentalstudio Tage Neuer Musik Zürich

Datum:
Beginn:

Ort:
ZKO-Haus
Seefeldstrasse 305
XYZ-8008 Zürich
Programm:
José María Sánchez-Verdu
"Exitus Ia, Ib, II" für Streichtrio, Auraphon, Tape und zwei Räume obligato
José María Sánchez-Verdu
"Engel-Studien" für fünf Stimmen a cappella mit Auraphon ad libitum
Luigi Nono
"Quando stanno morendo. Diario polacco" (Teile 2a, b, c) für 3 Soprane, Mezzosopran, Flöte, Violoncello und Live-Elektronik
Mitwirkende:
Schola Heidelbergensemble aisthesis
Dirigent: Walter Nußbaum
SWR Experimentalstudio
Klangregie: Joachim Haas

Schola Heidelberg (Foto: Florian Müller -)
Schola Heidelberg Florian Müller -


Das Stück "EXITUS" konfrontiert Elemente der Klangkunst mit der Instrumentalmusik. Die drei Streichinstrumente werden durch das Auraphon (eine Art Installation erweitert. Das Auraphon, bestehend aus drei Tam-Tams, die als Resonanzkörper eingesetzt werden, verwendet den Klang der Streicher mit Hilfe eines am Tamtam befestigten Lautsprechers. Diese Verbindung zwischen Streicher und Auraphon findet in zwei Räumen statt. Das Auraphon ist fest in Raum I installiert. Die drei Streicher sind anfangs in Raum II. Das Auraphon gibt nun die Aura der Instrumente in Raum I wieder. Danach gehen die Streicher in Raum I, wobei Aura und Originalklang zum ersten Mal im gleichen Raum zu hören sind. Dieser Übergang der Instrumentalisten wirkt in EXITUS als eine Art Metapher der Bewegung der Seele nach dem Tod des Körpers ("Exitus mortis"). Das Auraphon verbindet Raum, Originalklang, Aura, Resonanz und die Akustik zweier unterschiedlicher Räume durch die elektronischen Möglichkeiten. Im letzten Teil von Exitus entwickelt sich eine Art Dialog, in dem auch vorproduzierte Aufnahmen aus Raum II wiederverwendet werden. Der Auraphonist, als Interpret, ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Komposition, die mit Raum und Klang spielt. (José María Sánchez-Verdú)

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