Schulbesuche im SWR Experimentalstudio Experimentieren erwünscht

Was haben Karlheinz Stockhausen, Techno und das SWR Experimentalstudio gemeinsam? Sie alle bedienen sich bei der Erzeugung von Klängen elektronischer Verfremdungsmöglichkeiten. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich zu einer Führung oder einem Workshop im SWR Experimentalstudio anmelden. Egal, ob Grundschule, weiterführende Schule oder ein Seminar von der Universität: Alle sind willkommen.

Eigene Kreativität kommt nicht zu kurz

Abiturienten des Faust-Gymnasiums Staufens zu Gast  im SWR Experimentalstudio (Foto: SWR, SWR -)
Experimentieren erwünscht SWR -

Die Führungen werden auf das jeweilige Alter und die jeweiligen musikalischen Voraussetzungen der Teilnehmer abgestimmt. Mit einem Blick auf die Geschichte des Studios wird an konkreten Beispielen in die neuesten technischen Möglichkeiten der Live-Elektronik und Klangbearbeitung eingeführt. Auch gibt es interessante Parallelen zwischen den Arbeitsweisen der aktuellen Live-Elektronik, der Popmusikproduktion und dem DJ-Bereich. Und so sind eigene kreative Fähigkeiten gefragt. Das Mitbringen von Instrumenten ist – wenn möglich – ausdrücklich erwünscht.

Je nach Termin kann ein "echter" Komponist kennengelernt werden. Wie kommt man dazu, ein Stück zu schreiben? Woher kommen die Ideen? Wie notiert man die technischen Veränderungen – Fragen, die beantwortet werden sollen.

99 live-elektronische Luftballons

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b der Freiburger Emil-Thoma-Grundschule ließen die "99 Luftballons" von Nena buchstäblich in die Luft fliegen.

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Mittels Stimmen, Keyboards, E-Gitarren und einem Theremin-Spieler vertonten sie gemeinsam den Song neu und konnten so erste Schritte beim Ausprobieren der Möglichkeiten von Live-Elektronik machen.

"Boulevard of Broken Dreams" im SWR Experimentalstudio

Da staunten die Abiturienten des Musikkurses des Faust-Gymnasiums Staufen nicht schlecht: die Musik von Green Day im Experimentalstudio. Mit vielem hatten sie gerechnet, damit aber nicht.

Dauer

In ihrer Fassung kamen eine Stimme, eine Violine, zwei Klarinetten, eine Trompete, eine Posaune, ein Saxophon, eine E-Gitarre, ein Keyboard, ein Waterphone, ein Theremin, ein E-Bow (der im Klavier verwendet wurde) sowie der DHM89b zum Einsatz, der die Klänge transponierte. Natürlich wurden Töne auch im Raum bewegt sowie mit Hall verfremdet. Das Ergebnis konnte sich hören lassen.

(Videos: Lucia Kilger, Praktikantin im SWR Experimentalstudio)

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