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Beat Furrer

„Das Phänomen des Verdoppelns, aber auch des Verzerrens in einem Schattenbild hat mich interessiert, und, resultierend aus einem Ineinanderschneiden von Stimmen, das Entstehen von Prozesshaftem.“ (Beat Furrer)

Das Prinzip der Transformation von Partikeln, aneinanderklebend wie Gestalt und Abbild, ineinander verzahnt in einer unendlichen Flucht, wird in „linea d'orizzonte“, Beat Furrers Komposition für das Ensemble ascolta, erkundet. In einem heterogenen Instrumentarium, den disparaten Klanglichkeiten von Klavier, Violine, Violoncello, Klarinette, Trompete, Posaune, Schlagzeug und elektrischer Gitarre, werden zwei Zustände gegeneinander gestellt: die regelmäßige Wiederholung und die Verzerrung bzw. das espressivo. Die alte Kompositionstechnik des Hoquetus, des Verzahnens von verschiedenen Stimmen zu einem Melodiefluss, liegt dem zugrunde. Aus dem Ineinander der Stimmen entsteht eine Studie über den verzerrenden Schatten.

Marie Luise Maintz

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