EXPERIMENTALSTUDIO des SWR

Das EXPERIMENTALSTUDIO des SWR versteht sich seit seiner Gründung 1971 als Schnittstelle zwischen kompositorischer Idee und technischer Umsetzung. Mit der Entwicklung neuer Instrumente wie Halaphon, Matrixmixer oder AREC-Mischpult setzt es für live-elektronische Klangumwandlungen und -bewegungen richtungsweisende Akzente. Durch die enge Zusammenarbeit von Komponisten wie Stockhausen, Boulez, Schnebel, Globokar, Nunes und insbesondere Luigi Nono mit dem Team des EXPERIMENTALSTUDIOs sind zahlreiche innovative und bedeutende Werke entstanden, die heute zum festen Repertoire der Neuen Musik zählen. Als herausragender Klangkörper ist das EXPERIMENTALSTUDIO mittlerweile bei allen wichtigen Zentren der Neuen Musik mit oftmals exemplarischen Aufführungen präsent. Unter den Interpreten, die durch langjährige Zusammenarbeit mit dem Studio in Verbindung stehen, finden sich herausragende Musikerpersönlichkeiten wie Maurizio Pollini, Peter Eötvös, Daniel Barenboim, Carolin und Jörg Widmann, Irvine Arditti und Roberto Fabbriciani. Durch die Vergabe von jährlich bis zu zwanzig Arbeitsstipendien ermöglicht es heute der jüngeren und mittleren Komponistengeneration (wie José María Sánchez-Verdú, Mark Andre, Brice Pauset und Chaya Czernowin) die Entwicklung und Aufführung von live-elektronischen Werken mit integriertem digitalem Equipment. Nach Hans-Peter Haller und André Richard übernahm 2006 Detlef Heusinger die künstlerische Leitung.

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