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Wir haben ein ganz schön schweres Jahr hinter uns. Leider nicht nur wir: Auch für Feldhamster, Störe oder Lemuren war 2020 keine gute Zeit. Aber wir können gegensteuern - auch das hat das vergangene Jahr deutlich gemacht.

Die Zahl bedrohter Tier- und Pflanzenarten ist 2020 laut World Wildlife Fund (WWF) auf ein Rekordniveau gestiegen. Zu den Verlierern des Jahres zählt die Naturschutzorganisation WWF Deutschland unter anderem den Feldhamster. Die Internationale Rote Liste führt ihn mittlerweile als "vom Aussterben bedroht".

Nicht alles läuft schlecht beim Artenschutz

Laut WWF leidet er unter den Folgen der intensiven Landwirtschaft. Die mögliche Folge: In 30 Jahren könnten die Hamster ganz verschwunden sein. Und doch - nicht alles läuft schlecht, wie SWR-Umweltredakteurin Stefanie Peyk recherchiert hat:

Weitere Verlierer 2020 sind außerhalb von Deutschland zum Beispiel die Lemuren auf Madagaskar und die Mako-Haie. Insgesamt verbucht die Internationale Rote Liste inzwischen mehr als 35.000 Tier- und Pflanzenarten als bedroht.

WWF-Betrachtung zeigt: Der große Zerstörer kann auch anders

Schuld ist aus Sicht des WWF der Mensch: Er zerstöre Lebensräume, wildere und überfische die Meere. Und er hat die Klimakrise verursacht.

Der Mensch könne aber auch gegensteuern – das zeigten die Gewinner des Jahres. In Deutschland feiern Elche und Kegelrobben ihr Comeback. Die Umweltschützer fordern, ein Drittel der Erde unter Schutz zu stellen. Artenschutz sollte in allen politischen Bereichen berücksichtigt werden.

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