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Die Erwartungen der Wirtschaftsweisen waren nicht sonderlich groß - angesichts der Corona-Krise nicht überraschend. Der Lockdown bremst die Wirtschaft weiter aus. Die Experten korrigierten deshalb ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr.

Vor allem der scharfe Lockdown im letzten Frühjahr hat eine deutliche Delle im Bruttoinlandsprodukt hinterlassen - also bei der Summe aller produzierten Güter und Dienstleistungen. Um fünf Prozent ging die Wirtschaftsleistung im Coronajahr 2020 zurück.

Für dieses Jahr rechnet die Bundesregierung wieder mit einem verhaltenen Wachstum, diesmal um drei Prozent. Weite Teile der Industrie produzieren zwar wieder, aber der Stillstand bei der Gastronomie und bei der Touristik bremst die wirtschaftliche Erholung ebenso wie der eingeschränkte Einzelhandel.

Ende des Jahres könnte Niveau von 2019 erreicht werden

Wegen des anhaltenden Lockdowns haben die Wirtschaftsweisen ihre Vorhersage etwas nach unten korrigiert. Sie rechnen wie die Bundesregierung damit, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um 3,1 Prozent wachsen wird. Im vergangenen Herbst waren sie noch von 3,7 Prozent Wachstum ausgegangen. Die Fachleute glauben, dass Ende des Jahres wieder das Niveau der Vor-Corona-Zeit erreicht wird. Im ersten Quartal - das dauert noch bis Ende März - soll es allerdings noch einen Rückgang von zwei Prozent geben.

Gute Noten für Corona-Hilfen und Kurzarbeitergeld

Der Sachverständigenrat gibt auch Hinweise zur Finanzpolitik. Grundsätzlich begrüßen es die Ökonomen, dass die Bundesregierung viel Geld zur Verfügung stellt, um Branchen zu unterstützen, die besonders von der Pandemie betroffen sind. Positiv wird zudem die Verlängerung der Kurzarbeit bewertet, ein Instrument, mit dem die Bundesregierung eine Entlassungswelle zu verhindern sucht.

Aktuell nur vier statt fünf Wirtschaftsweise

Zur Zeit sind die sogenannten fünf Weisen allerdings nur zu viert. Um den vakanten Vorsitz des Sachverständigenrats gibt es politischen Streit. Der zuletzt ausgeschiedene Ökonom Lars Feld war bei der SPD in Ungnade gefallen, weil er als Verfechter der Schuldenbremse galt.

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