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Im Untersuchungsausschuss zum Bilanzbetrug bei Wirecard hat dessen früherer Chef Markus Braun nur wenig gesagt. Braun, der momentan in Bayern in U-Haft sitzt, kündigte an, zunächst mit der Staatsanwaltschaft reden zu wollen. Sie ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Bandenbetrug. Zur Sache selbst sagte Braun lediglich, Behörden und Aufsichtsstellen hätten sich korrekt verhalten, ebenso der Aufsichtsrat und die Wirtschaftsprüfer. Sie seien offenbar getäuscht worden. Der Zahlungsdienstleister Wirecard hat Ende Juni Insolvenz angemeldet. Das Management soll jahrelang Bilanzen gefälscht haben. 1,9 Milliarden Euro, die auf Treuhandkonten in Asien liegen sollten, existieren offenbar nicht.

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