Ein Mann dreht an dem Einstellrad für die Klimaanlage. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Franziska Kraufmann/dpa)

Hoch Ulla Tipps fürs Autofahren bei Hitze

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Wer in stickigen Büros oder überhitzten Wohnungen schwitzt, freut sich auf die Fahrt im kühlen Auto. Sollte man die Klimaanlage voll aufdrehen?

Johannes Boos vom ADAC rät davon ab, das Innere des Autos zu sehr herunterzukühlen. "Ein zu großer Temperaturunterschied zwischen innen und außen schlägt auf die Konzentration", sagte er im SWR. Eine unsichere Fahrweise im Straßenverkehr könne die Konsequenz sein.

Im Auto bestenfalls sechs Grad kühler als draußen

"Optimal ist ein maximaler Temperaturunterschied von sechs Grad zwischen innen und außen", ergänzt der ADAC-Sprecher. "Das ist ideal für den Körper." Bei der extremen Hitze in dieser Woche mit fast 40 Grad sei eine solche Einstellung der Klimaanlage natürlich "ein Ding der Unmöglichkeit". Er empfiehlt den Autofahrer deshalb eine Temperatur von 20 bis 25 Grad.

In den USA ist ein Fernstart der Klimaanlage per Knopfdruck bei vielen Autos möglich. Der ADAC-Sprecher sagt im Audio, warum die meisten europäischen Hersteller auf diesen "Luxus" verzichten:

Geparktes Auto heizt sich schnell auf 50 Grad auf

Ein in der prallen Sonne geparktes Auto wird bei der aktuellen Hitze innerhalb von wenigen Minuten zum Backofen. Es helfe auch wenig, die Fenster einen Spalt weit geöffnet zu lassen. "Nach einer halben Stunde haben Sie im Auto ungefähr 50 Grad", sagt Johannes Boos. "Nach einer Stunde teilweise schon 60 Grad." Bei diesen Temperaturen bestehe Lebensgefahr. Deshalb dürfe man Kinder oder Tiere bei extremer Hitze niemals in geparkten Autos zurücklassen.

Wer als Passant ein Kind in einem abgestellten und überhitzten Auto bemerkt, solle die Rettungskräfte verständigen, sagt der ADAC-Sprecher. Eigenständiges Handeln empfiehlt er nur, wenn Gefahr in Verzug sei. Im Notfall könne man die Fensterscheibe einschlagen. Das sei aber wirklich das letzte Mittel.

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