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Wespen Mundräuber im Anflug

Wespen nerven beim Grillen auf der Terrasse oder beim Kaffee auf dem Balkon. Ärgerlich und gefährlich sind allerdings nur die wenigsten Arten und das aus einem Grund: Sie teilen die Vorlieben der Menschen.

Von acht verschiedenen Wespenarten, die wir in Deutschland kennen, kommen nur zwei Arten uns Menschen wirklich in die Quere: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Das heißt nicht, dass sie aggressiver sind als die anderen Wespen.

Fresstest: Wenn die Wespen bei einem Stückchen Wurst anbeißen, dann handelt es sich um die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe.

Aber die beiden Arten haben die gleichen Essensvorlieben wie wir: Sie mögen Süßes, Fleisch und Wurst und lassen sich von unserm gedeckten Tisch anlocken. Dass sie jetzt anfangen uns zu nerven, hat weniger mit der Hitze zu tun. Sie brauchen einfach Futter.

Tipps bei einer Wespen-Invasion

  • Zitronenscheiben mit Nelken spicken: Das ist ein Duft, den Wespen gar nicht mögen.
  • "Futterstelle" einrichten: In der hintersten Ecke des Gartens regelmäßig Obst oder Marmelade auf einen Teller legen. Das merken sich die Tiere und lassen sich dann vom Frühstückstisch auf dem Balkon vielleicht nicht mehr so anlocken.
  • Ruhe bewahren: Wespen wollen nicht Stechen, sondern sind auf der Suche nach Futter. Wenn man da Ruhe bewahrt, wenn sie um einen herumfliegen, dann verschwinden sie auch wieder.
  • Nicht schlagen: Wer rumfuchtelt oder um sich schlägt, gerät in Gefahr. Gerade wenn sich die Wespe in der Nähe ihres Nestes befindet, will sie sich verteidigen und geht zum Angriff über und sticht.

Im Dunkeln ist gut munkeln

Die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe bauen gerne in dunklen Hohlräumen wie Rolladenkästen oder im Speicher. Da sollte man auf Abstand gehen und den Ausflug nicht zustellen.

Ein Nest ist nur ein Jahr lang bewohnt. Im Herbst sucht sich die Jungkönigin ein Winterquartier und alle anderen - Arbeiterinnen und Männchen - sterben. Im Winter lässt sich das Nest dann ohne Gefahr entfernen.

Wer sich allerdings um seine Kinder sorgt oder allergisch auf Wespenstiche reagiert, sollte bei der Gemeinde oder Kreisverwaltung nach einem Wespenberater fragen. Der prüft, was man machen kann. Aber auf keinen Fall sollte man selbst Hand anlegen.

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