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Es ist die größte globale Bedrohung seit dem Zweiten Weltkrieg: Die Corona-Krise hat praktisch jedes Land der Erde erreicht. Wir haben die Wendepunkte der Pandemie zusammengestellt.

Regelmäßig Händewaschen, Abstand halten, Mund- und Nasenschutz beim Einkaufen und in Bus und Bahn tragen - diese neuen Verhaltensregeln werden uns vermutlich noch lange begleiten. Auch wenn es in vielen Ländern Schritte in Richtung einer neuen Normalität gibt, bleibt die Lage in einigen Regionen der Erde kritisch.

In den USA wurden Ende Mai schon mehr als 100.000 Corona-Toto gezählt und ein Ende der Corona-Krise, die ihren Anfang in China nahm, ist nicht absehbar. Weder gibt es einen Impfstoff noch wirksame Medikamente gegen Covid-19. Virologen fürchten zudem eine zweite Infektionswelle im Herbst oder Winter.

Dramatisch sind die wirtschaftlichen Folgen der Krise in vielen Ländern. Um Arbeitslosigkeit und Unternehmenspleiten zu verhindern, haben Bundesregierung, die Europäische Union und die Europäische Zentralbank gewaltige Programme aufgelegt.

Gesichter der Corona-Krise

Gesichter der Corona-Krise

Erschöpfte Krankenschwester in Spanien (Foto: Reuters, Reuters)
Sie stehen stellvertrend für die Helden und Heldinnen der Krise: Zwei völlig erschöpfte Krankenschwester in Spanien. Das Gesundheitswesen des Landes war mit bis zu 1.000 Toten täglich zeitweise völlig überlastet. Nun wird es vielleicht nicht nur in Spanien ein Umdenken geben, ob die Gesundheitsysteme nicht deutlich mehr Notfall-Kapazitäten brauchen und Pandemie-Pläne überarbeitet werden müssen. Reuters Bild in Detailansicht öffnen
Der chinesiche Augenarzt Li Wenliang hatte früh vor dem Coronavirus gewarnt, wurde aber von den Behörden zum Schweigen verdonnert. Sein Tod löste in China Trauer und Wut auf die Behörden aus. Um dem entgegegenzuwirken, wurde er von der Regierung offiziell zum Märtyrer ernannt, der sein Leben der Bekämpfung des Virus geopfert habe. Imago RepresentedxbyxZUMAxPress,xInc. Li/Ropix Bild in Detailansicht öffnen
Zumindest in Deutschland ist die Corona-Krise aber auch die Stunde der Wissenschaftler, denn die Politik hört auf sie. Das ist etwas, was sich die Klimaschutzbewegung schon lange wünscht. Eines der bekanntesten Gesichter ist inzwischen Christian Drosten, Direktor des Institut für Virologie, an der Berliner Charite. Hundertausende verfolgen seinen Corona-Podcast. Drosten hatte schon vor Jahren vor den Gefahren einer ähnlichen Pandemie gewarnt. picture alliance/Michael Kappeler/dpa-pool/dpa Bild in Detailansicht öffnen
Ein weiterer Wissenschaflicher mit viel Medienpräsenz ist Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts. Regelmäßig gibt sein Institut die neuesten Ansteckungszahlen heraus und Verhaltensempfehlungen, beschreibt die Lage in den Krankenhäusern. Wieler warnte vor Millionen Infizierten in Deutschland, falls die Bevölkerung die Vorsichtsmaßnahmen nicht ernst nehme. picture alliance/Michael Sohn/POOL AP/dpa Bild in Detailansicht öffnen
Aber es ist auch die Stunde der Politik: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) rückt noch einmal in den Fokus als Krisenmanagerin. Auch die Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU, Mitte) und Markus Söder (CSU, re.), die es auf ihr Amt abgesehen haben, profilieren sich. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU, 2.v.l) ist neben Merkel und Finanzminister Olaf Scholz das Gesicht der Regierung. Generell ist die Öffentlichkeit sehr zufrieden mit dem Krisenmanagement von Bund, Ländern und Kommunen. picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa Bild in Detailansicht öffnen
Das es auch anders geht, beweist der britische Premierminister Boris Johnson. Wie viele andere Populisten auch, verharmlost er die Gefahren von Covid-19 anfangs dramatisch. Dann erwischt es ihn selbst, er muss sein Kabinett per Videokonferenz in Hausquarantäne leiten. Später muss er sogar in die Intensivstation. Johnson ist wieder gesund, doch das Virus hat das Königreich fest im Griff. picture alliance/Andrew Parsons/10 Downing Street/dpa Bild in Detailansicht öffnen
"Amerika liegt bei den Corona-Tests" ganz vorne - das mag sein, sicher ist aber, dass die USA die meisten Toesopfer zu beklagen hat: Mehr als 98.000 Menschen starben bislang (Stand 26.5.). Seinen Anteil daran dürfte der Schlingerkurs des Präsidenten haben, der viele widersprüchliche Aussagen zur Pandemie getroffen hat. Donald Trump kämpft um seine Wiederwahl, und da beschäftigen ihn die Arbeitslosenzahlen wohl noch mehr: Fast 39 Millionen US-Bürger sind aktuell ohne Job. picture alliance/Alex Brandon/AP/dpa Bild in Detailansicht öffnen

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