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Von Briefporto bis Warnweste

Was ändert sich 2014?

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Wer schreibt heute eigentlich noch (Liebes-)Briefe? Es ist jedenfalls schon wieder teurer. 2013, der ersten Erhöhung seit 15 Jahren, waren es drei Cent mehr. Jetzt kommen für den bis zu 20 Gramm schweren Standardbrief noch einmal zwei Cent dazu. Er kostet nun 60 Cent. Einschreiben sind um zehn Cent teurer und kosten 2,15 Euro.

Wer schreibt heute eigentlich noch (Liebes-)Briefe? Es ist jedenfalls schon wieder teurer. 2013, der ersten Erhöhung seit 15 Jahren, waren es drei Cent mehr. Jetzt kommen für den bis zu 20 Gramm schweren Standardbrief noch einmal zwei Cent dazu. Er kostet nun 60 Cent. Einschreiben sind um zehn Cent teurer und kosten 2,15 Euro.

Während die Bedeutung von Briefen stetig abnimmt, haben die Post und andere Paketdienste wegen der wachsenden Zahl der Onlineshopper dennoch immer mehr zu tun. Ab Mitte Juni 2014 ändert sich das Widerrufsrecht mit Folgen für Onlineverkäufer und -Kunden. EU-weit gilt dann eine Frist von 14 Tagen, innerhalb derer die Ware zurückgegeben werden kann. Die Kosten der Rücksendung trägt jedoch im Normalfall der Kunde. Dies gilt auch für Artikel unter 40 Euro, bei denen bislang der Händler in der Pflicht stand.

Eigentlich müsste der Rentenbeitrag ab Januar um 0,6 Prozentpunkte sinken. Aber die neue Große Koalition, die Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU, re.) und Sigmar Gabriel (SPD) geschmiedet haben, will die überschüssigen Milliarden lieber für ihre Rentenpläne einsetzen. Durch den Regierungswechsel liegen viele Gesetzesentwürfe brach beziehungsweise harren als Absichtserklärung im Koalitionsvertrag auf ihre Umsetzung. Dennoch stehen für 2014 bereits einige Änderungen fest, die direkt den Geldbeutel betreffen.

So erhöht sich der Grundfreibetrag für Arbeitnehmer auf 8.354 Euro. Bis zu diesem Jahreseinkommen muss man keine Steuern bezahlen, danach greift der Eingangssteuersatz von 14 Prozent. Nach Berechnungen des Bundesfinanzministeriums müsste auch der Kinderfreibetrag auf 4.400 Euro steigen, doch das ist noch nicht Gesetz. Sicher erhöht sich am August 2014 jedoch das umstrittene Betreuungsgeld von 100 auf 150 Euro im Monat.

Ab der Steuererklärung 2014 sind die Kosten für die Zweitwohnung im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung im Inland nur noch bis höchstens 1.000 Euro monatlich absetzbar. Die ortsübliche Durchschnittsmiete spielt keine Rolle mehr. Zudem wurden die Kriterien für die Zweitwohnung verschärft.

Ab sofort ist die neue Versicherungskarte mit Chip und Foto Pflicht. Der Beitragssatz für die gesetzlichen Krankenkassen bleibt bei 15,5 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung wird jedoch auf 4.050 Euro im Monat angehoben. Die Beitragsbemessungsgrenze für Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt für Arbeitnehmer in den westlichen Bundesländern auf 5.959 Euro im Monat, in den östlichen auf 5.000 Euro. Unter der Beitragsbemessungsgrenze versteht man jene Schwelle, ab der die Einzahlungen in die Sozialversicherung gedeckelt sind. Wer darüber hinaus verdient, muss nicht mehr bezahlen.

In der Zeitarbeitsbranche, in der rund 800.000 Menschen beschäftigt sind, wird der von der Großen Koalition angekündigte flächendeckende Mindestlohn bereits in diesem Monat Wirklichkeit, zumindest im Westen. Dort steigt die Mindestbezahlung um 3,8 Prozent auf 8,50 Euro, im Osten um 4,8 Prozent auf 7,86 Euro. Mehr Geld gibt es auch für Hartz IV-Empfänger und zwar neun Euro mehr im Monat. Der Satz für Alleinstehende steigt auf 391 Euro. Die Regelsätze für die im Haushalt lebenden Partner und Kinder wachsen anteilig.

Seinen Ministerposten hat Peter Ramsauer (CSU) verloren, seine Reform des Punktesystems für Verkehrssünder kommt aber dennoch. Ab dem 1. Mai 2014 ist der Führerschein dann schon bei acht statt 18 Punkten weg. Die Verstöße werden aber anders bewertet. Teurer wird es auch in einigen Fällen: Das Benutzen des Handys während der Fahrt kostet dann 60 statt bisher 40 Euro, genau wie die Fahrt mit Sommerreifen bei Eis und Schnee.

Ab August müssen wir uns an neue Kontonummern (IBAN) und Bankleitzahlen (BIC) gewöhnen. Die neue IBAN-Nummer hat 22 Stellen. Die Umstellung hat mit der Errichtung des einheitlichen Zahlungsraums in Europa (SEPA) zu tun. So sollen Überweisungen schneller und billiger werden. Ursprünglich war die Umstellung schon ab Februar geplant, das hat die EU-Kommission angesichts der schleppenden Umsetzung aber verschoben.

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