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In den USA stimmen die Menschen darüber ab, wer der nächste Präsident wird: Donald Trump von den Republikanern oder sein Herausforderer Joe Biden von den Demokraten. Was spricht für den Amtsinhaber?

"Präsident Trump ist jemand mit einer starken Stimme, der in kurzer Zeit viel bewegt hat", sagt Ralph Freund, Vizepräsident der "Republicans Overseas Germany", im SWR. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie sei Trump der Wahlfavorit gewesen. Die Gründe dafür lägen auf der Hand: "Er ist der Mann der Wirtschaft, und er ist der Mann des Volkes."

Versprochen und gehalten - Republikaner zufrieden mit Trump

Trump habe sich vor vier Jahren Wahlziele gesetzt, von denen er viele erfüllt habe, sagt Freund. Zu den Erfolgen in der Wirtschaftspolitik gehören für den Republikaner das neue Freihandelsabkommen mit Kanada und Mexiko. Innenpolitisch habe Trump die Sicherung der US-Südgrenze zu Mexiko durchgesetzt. In der Außenpolitik sei es ihm gelungen, dass die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain Friedensverhandlungen mit Israel aufgenommen hätten.

Trump nicht allein verantwortlich für Spaltung der US-Gesellschaft

Das Argument, Donald Trump habe die politischen Gräben in der US-Gesellschaft vertieft, will der Vizepräsident der "Republicans Overseas Germany" nur zum Teil gelten lassen. Trumps Vorgänger Barack Obama und Hillary Clinton, US-Präsidentschaftskandidatin vor vier Jahren, hätten das Land genauso gespalten.

Hohe Wahlbeteiligung gut für US-amerikanische Demokratie

Außerdem habe Trump durch seinen Regierungsstil Menschen in den USA für Politik begeistert, die unter der Vorgänger-Regierung vergessen worden waren. "Diese Wähler in Michigan oder in Wisconsin waren früher Nichtwähler. Einem Barack Obama oder einer Hillary Clinton waren diese Menschen vollkommen gleichgültig." Donald Trump habe es geschafft, diese US-Bürgerinnen und Bürger in das politische System zu integrieren.

Wie die Präsidentschaftswahl ausgeht, darauf will sich der Republikaner Ralph Freund nicht festlegen. Man werde aber sicherlich einige Überraschungen erleben. Ein Sieger steht für ihn allerdings schon fest: Es ist die hohe Wahlbeteiligung. "Das ist gut für die gesamte US-amerikanische Demokratie."

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