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Immer höhere Temperaturen, immer trockenere Sommer - das löst nach Ansicht des ARD-Wetterexperten Sven Plöger in Zukunft auch immer mehr Waldbrände aus.

Australien, Brasilien, Sibirien: Regionen, in denen der Wald in Flammen steht oder stand. Klima- und Wetterexperten beobachten seit Jahren eine steige Zunahme von Feuern - selbst in Gebieten, in denen es sonst eigentlich gar nicht brennt, wie zum Beispiel auf Grönland. "Temperaturen von bis zu 34 Grad sind für den Polarkreis absolut ungewöhnliche Werte", sagt der Meteorologe Sven Plöger im SWR.

Der Wetterexperte sieht einen Zusammenhang zwischen dem weltweiten Temperaturanstieg und den immer heftigeren, ausgedehnteren Waldbränden. "Das macht einem natürlich Sorgen", so Plöger.

Zwar könnten Wetterphänomene auch immer mal wieder extrem sein, allerdings nehme die Häufigkeit deutlich zu. Deutliche Kritik äußerte Plöger an den Brandrodungen im Amazonasgebiet. Ein Fünftel des weltweiten Sauerstoffs würden im dortigen Regenwald produziert. Werde der um 20 Prozent oder mehr geschädigt, werde ein "Kipp-Punkt erreicht."

Amazonas-Regenwald regeneriert sich selbst

Bisher, so Plöger, könne sich der Regenwald im Amazonasgebiet selbst helfen. Der sei "faszinierend, weil er sich selber mit Wasser versorgt." Aufgrund seiner Größe falle verdunstetes Wasser einige Kilometer weiter wieder als Regen. Würde zu viel Wald durch Brandrodung vernichtet, wandele sich der Regenwald zu einer Savanne, befürchtet der Meteorologe. "Das bedeutet, dass wir die Lunge dieser Welt zutiefst schädigen", was Folgen für alle möglichen Regionen der Welt habe.

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