Kandidaten Landratswahl Kreis Altenkirchen: Andreas Hundhausen und Peter Enders (Foto: Andreas Hundhausen, Peter Enders)

Hundhausen (SPD) und Enders (CDU) im Portrait Landratswahl im Kreis Altenkirchen - Peter Enders vorne

Im Kreis Altenkirchen ist heute ein neuer Landrat gewählt worden. Amtsinhaber Michael Lieber (CDU) trat nach 13 Jahren aus Gesundheitsgründen nicht mehr an. Momentan werden die Wahlzettel ausgezählt.

Momentan sind nach Angaben der Kreisverwaltung im Kreis Altenkirchen 122 von 177 Wahlbezirken ausgezählt. Um 20 Uhr 48 lag Peter Enders danach mit 55,4 Prozent der ausgezählten Stimmen vorne.

Die Wähler im Kreis Altenkirchen konnten sich heute zwischen dem CDU-Landtagsabgeordneten und Ortsbürgermeister von Eichen, Dr. Peter Enders, und dem SPD-Politiker Andreas Hundhausen, wissenschaftlicher Mitarbeiter und amtierender Stadtbürgermeister von Kirchen, entscheiden.

Peter Enders

Der Mediziner Enders sitzt seit 1998 im rheinland-pfälzischen Landtag und ist dort gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Der 60-jährige Anästhesist wohnt in Eichen und ist dort derzeit Ortsbürgermeister. Enders will im Kreis Altenkirchen unter anderem die Wirtschaft stärker fördern, indem zum Beispiel neue Gewerbegebiete entlang der A3 erschlossen werden.

Als Arzt sei es ihm auch ein besonderes Anliegen, die medizinische Versorgung zu verbessern und den Kreis für junge Familien attraktiver machen, sagt Enders: "Wir wollen unsere Stärken - günstiger Wohnraum, gute Anbindung, Nähe zu den Ballungsgebieten - besser nutzen, um zum Beispiel junge Ärzte hier zu uns in die Region zu bekommen." Eine Prämie für Ärzte, die sich im Kreis niederlassen, lehnt Enders allerdings ab.

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Andreas Hundhausen

SPD-Kandidat Hundhausen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wahlkreisbüro der Landtagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Stadtbürgermeister von Kirchen. Der 33-Jährige will sich - wie sein Konkurrent auch - vor allem für eine gute medizinische Versorgung einsetzen: "Wir wollen Stipendien vergeben und auch die zurückholen, die zum Studieren weggegangen sind." Außerdem plant Hundhausen, mehr Geld in die Sanierung der teilweise maroden Straßen und ein besseres ÖPNV-Netz zu investieren.

Im traditionell eher konservativen Kreis Altenkirchen wählten die Westerwälder in den vergangenen Jahren immer einen CDU-Politiker an ihre Spitze. Trotzdem rechnet sich Hundhausen Chancen aus: "Ein Wahlerfolg wäre ein tolle Sache. Aber viel wichtiger ist, dass wir uns alle gemeinsam für den Kreis Altenkirchen einsetzen und erst dann stellt sich die Frage, von welcher Partei der Landrat kommt."

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