Christdemokrat gewinnt Landratswahl Peter Enders ist neuer Landrat im Kreis Altenkirchen

Im Sommer geht der bisherige Landrat im Kreis Altenkirchen, Michael Lieber, in den Ruhestand. Am Sonntag ist sein Nachfolger gewählt worden - es ist der Christdemokrat Peter Enders.

Der neue Landrat im Kreis Altenkirchen: Peter Enders (CDU) (Foto: Pressestelle der CDU im Kreis Altenkirchen)
Der neue Landrat im Kreis Altenkirchen: Peter Enders (CDU) Pressestelle der CDU im Kreis Altenkirchen

Um 21.45 Uhr waren nach Angaben der Kreisverwaltung die Stimmen in allen 177 Wahlbezirken im Kreis Altenkirchen ausgezählt und das vorläufige Endergebnis lag vor: Danach wird Peter Enders neuer Landrat im Kreis Altenkirchen. Nach dem vorläufigen Angaben im Internet bekam er 54,9 Prozent der Stimmen. Sein Gegenkandidat Andreas Hundhausen von der SPD kam auf 45,1 Prozent.

Der bisherige Landrat im Kreis Altenkirchen, Michael Lieber (CDU), gratuliert seinem Nachfolger, Dr. Peter Enders (CDU) (Foto: SWR)
Der bisherige Landrat im Kreis Altenkirchen, Michael Lieber (CDU), gratuliert seinem Nachfolger, Peter Enders (CDU)

Der 60 Jahre alte Christdemokrat Peter Enders ist im Westerwald tief verwurzelt. Er ist Ortsbürgermeister des kleinen Ortes Eichen, in dem er geboren wurde und aufgewachsen ist.

"Ich kann für mich in Anspruch nehmen, in jedem Ort im Kreis Altenkirchen schon mal gewesen zu sein."

Peter Enders (CDU), neuer Landrat im Kreis Altenkirchen

Der Kreis Altenkirchen ist traditionell eher konservativ geprägt. In den vergangenen Jahren wählten die Menschen hier meist einen CDU-Politiker als ihren Landrat. Peter Enders tritt die Nachfolge des sehr beliebten Michael Liebers an. Er weiß, dass große Herausforderungen auf ihn warten.

Dauer

Der Kreis Altenkirchen kämpft beispielsweise damit, dass immer mehr junge Menschen abwandern. Auch der Ärztemangel ist ein sehr großes Problem, das der promovierte Mediziner als neuer Landrat angehen will. Dazu will Enders nach eigenen Angaben aktive Werbung für den Westerwald machen und unter anderem mit der Schönheit der Landschaft, der Nähe zu den Ballungsgebieten und der guten Infrastruktur mit Kindergärten und Schulen bei Nachwuchsärzten punkten. Eine Prämie für Ärzte, die sich im Kreis niederlassen, lehnt Enders aber ab.

"Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Menschen in Rheinland-Pfalz wohl fühlen können."

Internetseite von Peter Enders

Aber nicht nur Ärzte, auch mehr Unternehmen will der 60-Jährige in den Kreis Altenkirchen holen - beispielsweise mit neuen Gewerbegebieten an der A3. Und vor allem Familien sollen in den Kreis ziehen.

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