Grüner Wahlerfolg in Trier Grüner Höhenflug - dank "Fridays for Future"?

Sie bringen bis zu 800 Menschen in Trier auf die Straße: Die jungen Klimaschützer von "Fridays for Future", die freitags zum Protest für mehr Klimaschutz demonstrieren. Nach dem Wahlerfolg der Grünen fühlen sich die jungen Leute bestätigt.

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Die Grünen sind im neu gewählten Stadtrat die stärkste Fraktion. Ronja Heimann und Henry Hofmann denken, dass das auch das Verdienst ihrer Generation ist.

Ich glaube, dass wir Einfluss hatten, denn wir waren ja bundesweit in den Medien, wir waren nicht zu übersehen.

Ronja Heimann, Organisatorin von "Fridays for Future" in Trier

Ronja und Henry - beide 15 Jahre alt - sind schon noch ein wenig stolz. Die jungen Klimaschützer haben auch schon Ideen, wie es jetzt weitergehen muss - also was sich vor ihrer Haustür in Trier verbessern ließe, damit die Erderwärmung zumindest gebremst wird. Es könne nicht sein, dass eine Stadt immer noch so autogerecht sei. "Wir brauchen einen kostenlosen ÖPNV - da muss bald etwas passieren", so Ronja Heimann.

Mehr Wege für Fahrradfahrer

Die Vertreter der Klimaschutzbewegung fordern für Trier auch weniger Geld für den Straßenbau. Projekte wie der geplante Moselaufstieg zwischen Trier und Konz müssten gestoppt werden. Ein solches Vorhaben gehöre blockiert, weil es in die falsche Richtung führe, sagt Henry Hofmann. Seiner Meinung nach bräuchte es stattdessen mehr Wege für Fahrradfahrer.

Wir haben in Trier eine katastrophale Infrastruktur. Fahrradwege überschneiden sich mit Straßen.

Henry Hofmann von "Fridays for Future" Trier

Die Schüler der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" wollen außerdem einen schnellen Ausstieg aus dem Kohlestrom. Spätestens bis 2030 müsse sich Deutschland von dieser Technologie verabschieden. Die jungen Klimaschützer kritisieren, dass der Energiekonzern RWE immer noch Anteile an den Stadtwerken Trier hält. Die Beteiligung sei ungünstig, weil RWE einen Großteil seiner Energie aus klimaschädlichen Quellen erzeuge.

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