Malu Dreyer (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Arne Dedert/dpa)

Personaldebatte in der SPD Dreyer schließt Wechsel nach Berlin aus

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat ihre Partei vor neuerlichen Personaldiskussionen nach den schlechten Wahlergebnissen gewarnt. Einen Wechsel in die SPD-Parteispitze in Berlin schloss sie aus.

Dreyer, die auch stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende ist, zeigte am Dienstag Verständnis für die Entscheidung von Andrea Nahles. Diese hatte am Montagabend überraschend angekündigt, sich als SPD-Fraktionschefin in der kommenden Woche den Abgeordneten vorzeitig zur Neuwahl stellen zu wollen. Ursprünglich war dies in der Fraktion für September vorgesehen.

Dauer

Nachdem deutlich geworden sei, dass es viel Aufregung in der Fraktion gebe, habe sie Verständnis dafür, dass Nahles offensiv mit der Frage umgehe und die Entscheidung nach vorne ziehe, um Klarheit zu schaffen, sagte Dreyer.

Warnung vor Personaldebatten

Dass sie selbst nach Berlin gehen und den Parteivorsitz übernehmen könnte, schloss Dreyer erneut aus. Bei den Gremiensitzungen der SPD am Montag in Berlin habe große Einigkeit geherrscht, dass Selbstbeschäftigung und Personaldebatten der SPD noch nie geholfen hätten. Mit der Vereinbarung einer Klausur in der kommenden Woche habe der Parteivorstand einen klaren Fahrplan verabredet.

Zu Spekulationen über mögliche Gegenkandidaten zu Nahles sagte Dreyer, die SPD habe sich zur Aufgabe gemacht, sich zu erneuern und nicht auf das Personal der Vergangenheit zurückzugreifen.

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