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Konstanz ist eine geschichtsträchtige Hochschul- und Einkaufsstadt. Die Studierenden von Universität und HTWG prägen heute die Stadt ebenso wie die Einkaufstouristen aus der Schweiz.

Staus auf den Straßen rund um die historische Konstanzer Altstadt, lange Schlangen vor den Parkhäusern - die Verkehrsinfrastruktur ächzt unter dem Andrang der Einkaufstouristen. Das ist eines der größten Probleme, die Verkehrsplaner und Kommunalpolitiker in Konstanz seit Jahren beschäftigen. Denn immer mehr Schweizerinnen und Schweizer haben Konstanz als Einkaufsparadies für sich entdeckt.

Dauer

Hintergrund sind der starke Frankenkurs und die Möglichkeit, die deutsche Mehrwertsteuer zurückerstattet zu bekommen. Der Konstanzer Einzelhandel erwirtschaftet über 40 Prozent seiner Umsätze mit der Kundschaft aus der Schweizer Nachbarschaft.

Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware

Ein weiteres Problem in Konstanz: die Wohnungsnot. Die Stadt hat nicht viel Platz zu wachsen wegen der Grenze zur Schweiz, wegen des Sees und wegen der angrenzenden Naturschutzgebiete. Wohnraum ist knapp und teuer auch wegen der vielen Studierenden. Allein an der 1966 gegründeten Universität sind derzeit über 11.000 Studierende eingeschrieben. Hinzu kommt das Potential der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung. Die Stadt plant derzeit zwei große neue Wohngebiete, eines auf dem ehemaligen Siemens-Areal und eines auf dem sogenannten "Hafner".

Insgesamt leben in Konstanz 83.900 Menschen.

Leben an der EU-Außengrenze

Eine Besonderheit von Konstanz ist die Grenznähe zur Schweiz: An manchen Übergängen reichen ein paar Schritte, und man befindet sich außerhalb der Europäischen Union. In Konstanz und der Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen versuchen die Politiker, diese Grenze im Alltag, so gut es geht, zu überwinden. So wird der öffentliche Personennahverkehr gemeinsam betrieben, ebenso eine Kläranlage.

Schwerpunkt neue Radwege und Klima

Die Stadt Konstanz sieht sich als Fahrradstadt. Es entstehen immer mehr Radwege, zudem gibt es Lastenräder zu mieten. Und als erste Stadt in Deutschland hat der Konstanzer Gemeinderat Anfang Mai den Klimanotstand ausgerufen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
21:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Eine Stadt mit mediterranem Flair

Blick auf den Seerhein und die Stadt Konstanz (Foto: Pressestelle, Marketing und Tourismus Konstanz GmbH / Dagmar Schwelle)
Blick auf den Seerhein und die Stadt Konstanz Pressestelle Marketing und Tourismus Konstanz GmbH / Dagmar Schwelle Bild in Detailansicht öffnen
Die "Imperia" (1993) von Künstler Peter Lenk aus Bodman in der Konstanzer Hafeneinfahrt ist umstritten und doch längst ein Wahrzeichen. Patrick Seeger Bild in Detailansicht öffnen
Das ehemalige Siemens Areal in Konstanz. Hier soll ein neues Wohnquartier entstehen. Denn bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Bild in Detailansicht öffnen
Das Figuren Forum der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Gestaltung in Konstanz (HTWG) Pressestelle HTWG Bild in Detailansicht öffnen
Bibliothek der HTWG in Konstanz Pressestelle HTWG Bild in Detailansicht öffnen
Konstanz ist Fahrradstadt. Die Stadt investiert in neue Radwege und erhält in Umfragen dafür viel Lob. H. Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
Das historische Rathaus von Konstanz mitten in der Altstadt. Pressestelle Stadt Konstanz Bild in Detailansicht öffnen
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Der Katamaran läuft bei Sonnenaufgang in Konstanz ein. Die Schnellfähre verbindet Konstanz und Friedrichshafen im Stundentakt. Esther Leuffen Bild in Detailansicht öffnen
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Ständiges Streitthema: die grünen Ausfuhrscheine für Schweizer Einkaufsbummler in Konstanz Hildegard Eichenhofer Bild in Detailansicht öffnen
Der See ist in Konstanz überall nah - hier am Strandbad Hörnle mit Blick in Richtung Westen also Vorarlberg. Esther Leuffen Bild in Detailansicht öffnen
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